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Wandern auf schmalen Kletterpfaden im Schmilkaer Kessel

Kaiserkrone in der Sächsischen Schweiz

Vom Bergpfad sieht man sehr schön die Kaiserkrone auf der anderen Elbseite.

Die folgende Tour finde ich eine der Schönsten in der Sächsischen Schweiz. Man quert auf dieser den Einstieg von vier interessanten Stiegen, immer entlang an einer Felswand, auf der es auf der einen Seite schön in die Tiefe geht. Für diejenigen die auf schmale Pfade, etwas Kraxelei und viel Natur stehen, ist dieser Runde genau richtig.

Die Tour im Schmilkaer Kessel

Start in Schmilka

Die Tour kann man am Besten von Schmilka aus starten. Entweder fährt man mit der S-Bahn bis Schmilka und setzt anschließend mit der Fähre über. Oder man parkt sein Auto auf dem großen kostenfplichtigen Parkplatz in Schmilka. Danach kann es gleich los gehen.

Kaiserkrone und Zirkelstein in der Sächsischen Schweiz

Neben der Kaiserkrone kann man auch den Zirkelstein sehr schön sehen.

Zustieg

Man durchquert Schmilka, vorbei an der Schaubäckerei, dem Wurzelweg folgend. Dieser ist zum Beginn mit einem grünen Strich, danach mit einem gelben Strich und anschließend mit einem grünen Punkt ausgezeichnet.

Einstieg zu Pfad

Wenn man den Abzweig zum Lehnsteig passiert hat, ist es nicht mehr weit bis zum Einstieg. Der Wurzelweg geht noch ein Stückchen bergauf bis zu ein paar Steinstufen. Kurz vor einer scharfen Rechtsbiegung, sieht man einen riesigen umgestürzten Baum. Hier beginnt der Pfad. Den umgestürzten Baum übersteigt man einfach und zwängt sich anschließend durch den Spalt zwischen Felswand an den Wurzeln des Baumes.

1.Teilstück bis zum Lehnsteig

Pfad auf dem Weg im Schmilkaer Kessel

Der Pfad ist an manchen Stellen abschüssig.

Dem Kletterpfad folgt man einfach. Dieser verläuft immer auf ungefähr gleicher Höhe und immer an der Felswand entlang. Nach wenigen Minuten kommt man an eine Stelle auf der man auf einem kleinen Felsband steht. Hier geht man ein Stückchen zurück, um an den Wurzeln eines Baumes ein kleines Stück abklettern zu können. So kann man das Felsband sehr gut umschreiten.

Wurzel eines Baumes

An dieser Wurzel kann man abklettern.

Nach cirka 15 Minuten kommt man in der Mitte des Lehnsteigs raus. Den Lehnsteig geht man ein kleines Stück nach oben und wechselt anschließend nach links wieder auf den Kletterpfad.

2. Teilstück bis zur Rübezahlstiege

Blick zum schwarzen Horn

im 2. Teilstück kann man das schwarze Horn sehen.

Weiter geht es vorbei an den Felswänden bis zu einer Stelle, an der man rund ein Meter an einem Felsen hochklettern muss. Anschließend macht der Fels eine Rechtsbiegung der man folgt.

Felsen mit Kletterpfadmarkierung

An diesem Felsen muss man der Kletterpfadmarkierung folgen und etwas frei hinaufklettern.

Wenige Minuten später kommt man an ein Schild, welches zur Rübezahlstiege weist. Diesen Weg steigt man ab und quert anschließend unten zu der gegenüberliegenden rechten Felswand. Von hier aus geht es auf ungefähr gleicher Höhe weiter geradeaus an der Felswand entlang.

Wegweiser zur Rübezahlstiege

Hier folgt man dem Wegweiser zur Rübezahlstiege

3. Teilstück bis zur Heiligen Stiege

Es dauert nicht lange und man befindet sich an einer Stelle, an der man über Holzstufen zwischen zwei Felswänden die Felsen hinauf steigt. Oben angekommen hält man sich geradeaus und folgt weiter dem Pfad über Wurzel und Steine bis man unterhalb einen Wanderweg mit Stufen erkennt. Hier steigt man hinab und befindet sich an der Heiligen Stiege.

Holzstufen zur Fluchtwand

Diese Holzstufen führen hinauf zur Fluchtwand und sind Teil des 3. Teilstücks

4. Teilstück bis zur Rotkehlchenstiege

Treppen der Heiligen Stiege

Die ersten Treppen der Heiligen Stiege steigt man hinauf.

Die Heilige Stiege steigt man ein paar Stufen hinauf, bevor man erneut nach links auf einen Kletterpfad abbiegt. Hier geht es weiter immer an der Felswand entlang. Man passiert den Turm am verborgenen Horn, einen freistehenden Felsen und überquert anschließend eine kleine Holzbrücke.

Felswand mit Heringsgrundnadel

An dieser Felswand mit der Heringsgrundnadel führt der Pfad weiter.

Ein paar Minuten später befindet man sich erneut auf einen Pfad, der mit grünen Pfeilen ausgezeichnet ist. Dies ist der Zustieg zur Rotkehlchenstiege. Den Pfad folgt man ein paar Meter auf gleicher Höhe und verlässt diesen anschließend erneut nach links.

Muster an Felswand am Verborgenen Horn

Wahrscheinlich durch Erosion entstand dieses Muster, welches man an einer Felswand am Verborgenen Horn sehen kann.

5. Teilstück bis zur Starken Stiege

Panorama vom Großvaterstuhl mit Falknertürmen

Im letzten Teilstück geht es vorbei am Großvaterstuhl zu den Falknertürmen

Erneut befindet man sich wieder auf einem schmalen Pfad, der zum Teil etwas abschüssiger wird. Dem Pfad folgt man bis zu den Falknertürmen. Hier muss man die Wand durchschreiten, wobei es zwei Stellen gibt, an denen man dies machen kann.

Felsdurchgang an den Falknertürmen

Dies ist der 1. Felsdurchgang an den Falknertürmen

Felsdurchgang an den Falknertürmen

Dies ist der 2. Felsdurchgang an den Falknertürmen

Anschließend folgt man einfach den Pfad weiter, immer an der Felswand entlang. Im letzten Teil des Pfades erreicht man noch eine Stelle mit jeder Menge Steinmännchen. Von hier aus sind es nur noch wenige Minuten bis man an einem Felsbrocken steht. Der Weg nach oben führt zur Starken Stiege. Nach unten geht es zum Rauschengrund.

Panorma von Steinmännchen

Panorama von Steinmännchen

Rückweg

Man nimmt den Weg bergab und durchquert den Rauschengrund. Am Ende kommt man auf einem breiten Wanderweg raus. Dem folgt man geradeaus und nach rund 20 Minuten ist man wieder in Schmilka, am Ausgangspunkt dieser Tour.

Mein persönliches Fazit

Ich finde dieser Tour einfach nur Fantastisch. Ich gehe sie öfters gerne mal alleine, bin sie aber auch schon mit Kindern gegangen, die richtig begeistert waren. Die Tour bietet alles, was man sich wünscht. Man kann hier ein paar Felsen frei hinaufklettern, hier und da auch etwas zusätzlich rumkraxeln und hat dabei an den meisten Stellen einen schönen Blick hinüber zur Kaiserkrone.

Markierung zum Kletterfelsen

Immer wieder sieht man auf dem Weg solche Markierungen, die den Zustieg zu Kletterfelsen markieren.

Ich würde die Tour jedem empfehlen der Trittsicher ist und nur wenig Höhenangst hat, denn auch dies ist auf der Tour meistens kein Problem. Die Tour verläuft immer irgendwie knapp oberhalb der Bäume, so dass man kaum extreme Tiefblicke hat.

Steinmännchen in der Sächsischen Schweiz

Steinmännchen in der Sächsischen Schweiz

Tour erweitern

Starke Stiege & Rotkehlchenstiege

Da die Tour an der Starken Stiege endet, kann man von hier aus die Tour noch um eine Stiegentour erweitern. Hierfür geht man einfach am Ende der Tour einfach den Weg hinauf. Anschließend erklimmt man die Starke Stiege, quert hinüber zur Rotkehlchenstiege und klettert diese wieder ab.

Rauschentürme in der Sächsischen Schweiz

An den Falknertürmen hat man einen schönen Blick hinüber zu den Rauschentürmen

Rübezahlstiege & Lehnsteig

Man kann aber auch den Rauschengrund absteigen und vom Wanderweg den Heringsgrund zur Heiligen Stiege folgen. Vor dem Zustieg zur Heiligen Stiege verlässt man den Weg auf einem Pfad, folgend zur Rübezahlstiege. Oberhalb der Rübezahlstiege kehrt man dann über den Lehnsteig wieder zum Ausgangspunkt zurück. Diese Tour findet ihr auch hier.

Schutzzone

2015 war der obere Teil des 3. Teilstücks vom 1.März bis 15. August gesperrt. Hier nistete eine vom aussterben bedrohte Tierart. Dies kann auch in späteren Jahren immer wieder passieren, weswegen an dieses Teilstück umgehen sollte.

Man steigt hierzu den Pfad von der Rübezahlstiege bis zum Wanderweg ab und hält sich anschließend rechts, bis man am Einstieg der Heiligen Stiege steht.

Zeiten

Je nachdem wie schnell man ist, benötigt man für die Tour zwischen 3 bis 4 Stunden. Hier noch mal im Einzelnen die Zeiten, wenn man die Tour alleine und ohne Pausen geht.

ZeitPunkt
0:00Startpunkt Schmilka
0:30Einstieg Pfad
0:50Lehnsteig – Ende 1. Teilstück
1:20Rübezahlstiege – Ende 2. Teilstück
1:50Heilige Stiege – Ende 3. Teilstück
2:00Rokehlchenstiege – Ende 4. Teilstück
2:30Starke Stiege – Ende 5. Teilstück
3:00Rückweg zum Startpunkt

Über Ronny Siegel

Ich bin Ronny und ich liebe die Höhen, egal ob Berge oder Wolkenkratzer, Geschichte und Fotografieren. Deswegen findest du in meinen Beiträgen auch viele Fotos, Panoramas und Landschaftsbilder. Gerne kannst du mir auch immer ein Feedback zu meinen Beiträgen geben oder Fragen in den Kommentaren stellen, wenn du welche haben solltest. :)

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