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Sumida in Tokio

Panorama Tokio vom Tokyo Skytree

Panorama Tokio vom Tokyo Skytree

Wenn ich an Sumida zurückdenke, fallen mir vier Sachen ein. Ein gigantischer Ausblick über Tokio, qualmende Schuhe, die fehlenden Hochhäuser, ein koreanischer Hobbydokufilmer und jede Menge Schuluniformen. Was es mit diesen Sachen auf sich hat und was ich ansonsten im Stadtteil Sumida noch gesehen habe, dies kannst du in diesem Beitrag lesen.

Das Wahrzeichen von Sumida

Straße in Sumida mit Blick auf den Tokyo Skytree

Straße in Sumida mit Blick auf den Tokyo Skytree

Ich bin wirklich Glücklich darüber, dass es in Tokio eine Touristenpauschale gibt. Mit dieser wurde das Heft für Touristen erstellt, welches es seit 2014 auch in Deutsch gibt. Das Heft beinhaltet einen kurzen Überblick über die Highlights von Tokio, wie auch Sumida, wo der Skytree, der höchste Funkturm der Welt steht. Dieser ragt wie ein Wahrzeichen über den Stadtteil.

Ein Stadtteil im Dornrösschenschlaf

Straßenbeschriftung in einer engen Straße in Sumida in Tokio

Straßenbeschriftung in einer engen Straße in Sumida

Mein Ziel des Tages war der Turm. Doch zuvor entschloss ich mich etwas eher auszusteigen, um durch den Stadtteil Sumida zu schlendern. Ich liebe dies, denn ich finde, jeder Stadtteil von Tokyo hat etwas Einzigartiges. In Sumida sind es die fehlenden Hochhäuser. Okay ein paar gibt es, aber nur sehr sehr wenige. Sumida wirkte auf mich wie im Dornrösschenschlaf. Viele enge Straßen, die im Kreuzraster angelegt sind. Auf diesen gab es nur wenig Trubel. Hier und da fuhr mal ein Auto und ab und zu sah man mal einen Fußgänger. Das wars.

Parkplatz mit Getränkeautomaten im Stadtteil Sumida in Tokio

Parkplatz mit Getränkeautomaten

Garagenunternehmer

Ich fand dies hatte etwas. Immer wieder stieß ich auf offen stehende Garagen in denen irgendwelche handwerklichen Arbeiten getätigt wurden. Einer lakierte Holzbalken, in der nächsten Garage wurden Transportroller montiert. In einem Geschäft nähte man Schuhe und in Anderen verkaufte man frisches Fleisch. Dazwischen tauchte immer mal wieder eine Schule auf, die alle einen kleinen Sportplatz besaßen.

Altes Haus in den Straßen von Sumida in Tokio

Altes Haus in den Straßen von Sumida

Der Sumida Park

Panorama vom Tempel im Sumida Park

Panorama vom Tempel im Sumida Park

Neben dem Tokyo Skytree gibt es einen kleinen Park, den Sumida Park mit einem kleinem See und einem Tempel. Ich habe hierhin auch einen Abstecher gemacht, um ein wenig zu entspannen. Der Park ist an sich nichts besonders, aber wenn man den ganzen Tage durch Straßen wandelt, eine wohltuende Abwechslung. Sitzbänke gibt es hier ausreichend und an sonnigen Tagen, kann man sich hier schön entspannen.

Kleiner Tempel im Sumida Park in Tokio

Kleiner Tempel im Sumida Park

Skytree

Tokyo Skytree

Tokyo Skytree

Das eigentliche Highlight von Sumda ist aber der Tokyo Skytree, ein 634 Meter hoher Funkturm. In 350 und 450 Metern Höhe gibt es eine Aussichtsplattform. Ich traf vor dem Skytree einen jungen Koreaner, der mich ansprach ob ich mich kurz interviewen lassen möchte, für seinen Dokumentarfilm. Den Film nahm er mit seiner Handykamera auf und die Fotos schoss er mit einer digitalen Spiegelreflex. Er hatte in 3 Tagen über 1.200 Bilder geschossen und wirklich alles aufgenommen, was man aufnehmen konnte. Diese Bilder will er mit in seinem Film verarbeiten.

Wartezeit und Tickets

Kassen im Tokyo Skytree

Kassen im Tokyo Skytree

Wir sind dann gemeinsam auf den Skytree und vertrieben uns die Wartezeit für die Fahrt zu ersten Plattform. Wir standen hierfür rund 30 Minuten an, wobei die Zeit für uns wie im Flug verging. Ich denke aber, egal wann man den Skytree besucht, man muss immer mit einer Wartetzeit rechnen. Im ersten Wartebereich kann man im Übrigen nur die Tickets für die erste Plattform kaufen. Will man auch auf die Zweite muss man auf der ersten Plattform die nächsten Tickets erwerben.

Ticketpreise

Die Preise waren 2014 schon richtig gepfeffert. Ich bezahlte für die erste Plattform 2060 Yen (rund 17 Euro) und für die Zweite noch einmal 1030 Yen (rund 9 Euro). Ich habe hier auch noch einmal das Prospekt zum Skytree für dich in eine Galerie gepackt. Dort findest du weitere Infos.

Skyline vom südwestlichen Teil von Tokio vom Tokyo Skytree

Skyline vom südwestlichen Teil von Tokio

Blick zum Fuji

Ich kann aber nur sagen, egal was es kostet, man muss da rauf. Ich habe mir hierzu bewusst einen Tag rausgesucht an dem schönes Wetter ist. Ich denke, bei schlechtem Wetter kann man sich das Geld sparen. Schließlich will man von dem Tower den Blick über Tokyo genießen. Den hat man auch, wenn das Wetter mitspielt. An schönen Tagen soll man sogar den Fudschijama sehen. Sonne hatte ich zwar, aber der Berg war trotzdem nicht zu sehen. Das Panorama über Tokyo war dafür einzigartig.

Tokio Skyline vom Tokyo Skytree

Tokio Skyline vom Tokyo Skytree

Getränke mitnehmen

Man kann sich im Übrigen solange auf den Plattformen aufhalten wie man möchte. Ich empfehle auf jeden Fall Getränke mitzunehmen, auch wenn kurz vor den Fahrstühlen die Rucksäcke kontrolliert werden. Die Getränke durften wir mit nach oben nehmen und ich habe auch keinen Besucher gesehen, der irgend etwas aus dem Rucksack unten lassen musste. Mir sind im Übrigen auch keine Hinweisschilder aufgefallen auf denen stand, was man nicht mit nach oben nehmen dürfte.

Panorama vom nördlichen Teil von Tokio vom Tokyo Skytree

Panorama vom nördlichen Teil von Tokio

Erste Plattform mit Glasfläche

Die erste Plattform hat drei Ebenen. Auf der obersten kommt man mit dem Fahrstuhl an. Auf der untersten gehts wieder nach unten. Dazwischen kann man sich frei bewegen. Es gibt zwei Cafes, ein Restaurant und einen Souvenirladen. Auf einer kleinen Glasplattform auf der untersten Ebene, mit direktem Blick nach unten, kann man seinen Mut beweißen. Ich habe viele Japaner gesehen, die sich nur ängstlich auf die Glasfläche trauten.

Blick auf den östlichen Teil von Tokio vom Tokyo Skytree

Blick auf den östlichen Teil von Tokio

Zweite Plattform mit weniger Menschen

Schöne Panoramaaufnahmen kann man im Übrigen nur schwer machen. Die Verglasung des Turms ist leider nicht durchgängig und wird immer von unschönen Stahlbalken unterbrochen. Auch auf der obersten Ebene ist es nicht unbedingt besser. Dafür herrscht hier nicht soviel Trubel. Für Fotos würde ich deswegen die oberste Plattform empfehlen. Für den Ausblick reicht aber auch die untere Plattform. Viel mehr als unten, sieht man von oben auch nicht.

Deine Fragen & deine Erlebnisse?

Ich weiß nicht mehr wie lange ich oben war. Ich glaube aber es waren mindestens 2 Stunden.

Warst du auch auf dem Tokyo Skytree? Dann würde ich mich darüber freuen, wenn du deine Erlebnisse in die Kommentare schreiben würdest.

Warst du noch nicht in Tokio und hast Fragen zu der Stadt, dann poste diese ebenfalls in die Kommentare. Ich versuche diese so schnell und soweit als möglich zu beantworten. Ich bedanke mich schon einmal bei dir, fürs Lesen meines Beitrags 🙂

Über Ronny Siegel

Ich bin Ronny und ich liebe die Höhen, egal ob Berge oder Wolkenkratzer, Geschichte und Fotografieren. Deswegen findest du in meinen Beiträgen auch viele Fotos, Panoramas und Landschaftsbilder. Gerne kannst du mir auch immer ein Feedback zu meinen Beiträgen geben oder Fragen in den Kommentaren stellen, wenn du welche haben solltest. :)

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