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Heraklion (Iraklio)

Fußball spielender Junge in der venezianischen Loggia

Die Loggia der Venezianer kann man heute nicht öffentlich betreten. Der kleine Vorplatz wird aber gerne zum Fußball spielen genutzt.

Es ist was los in der größten Stadt von Kreta. In der Altstadt und im Besonderen in den Fußgängerzonen tobt das leben. Vor allem junge Menschen nutzen den kühleren Abend um in den vielen Cafes und Restaurants einzukehren.

Tintenfische auf einen Fischmarkt in Heraklion

Es gibt in Heraklion viele Märkte auf denen man auch frische Tintenfische bekommt.

Kinder bolzen vor ehemaligen Moscheen und orthodoxen Kirchen ihre Bälle auf die Buntglasfenster. Natürlich alles nur in die Richtung und sicherlich nicht mit der vollen Absicht die Fenster auch zu treffen.

Auf dem Vorderplatz der venezianischen Logia, dem heutige Rathaus, tummelten sich Skater und Mountenbiker, die den spiegelglatten Boden und die Treppen für ihre Kunststücke nutzten.

Fußball spielender Junge in der venezianischen Loggia

Die Loggia der Venezianer kann man heute nicht öffentlich betreten. Der kleine Vorplatz wird aber gerne zum Fußball spielen genutzt.

Venezianische Festung und Hafenanlage

Leider kann ich zur venezianischen Festung nicht viel sagen. Bei unserem Besuch 2016 war die Festung noch geschlossen. Sie wurde, wie man uns sagte, seit 4 Jahren restauriert und sollte erst im Juli 2016 wieder geöffnet sein

Hafen von Heraklion bei Nacht

Dies ist das alte venezianische Hafenbecken von Heraklion.

Umso imposanter sind dagegen die alten Hafenanlagen, die sich in unmittelbarer Nähe der Festung befinden. Die Reste der alten Hafenanlage mit ihren Trockendogs sieht man gegenüber der Festung in Form von steinernen Rundbögen.

Hiervon gab es einmal mehr als 10 Bögen in denen die venezianischen Handelsschiffe gewartet wurden. Die Dogs waren dabei so groß, dass Schiffe von einer Länge von 50 Metern, einer Breite von 9 Metern und einer Höhe von 10 Metern in diese passten.

Eine dieser Dogs kann man heute noch durchqueren. In diesem befinden sich Tafeln mit Fotos des Films “El Greco”.

Reste des venezianischen Hafen in Heraklion

Im alten venezianischen Hafen sieht man auch noch die Reste der Arsenale.

Alte Festungsmauer

Der alte Stadtkern von Heraklion ist zum großen Teil immer noch umgeben von der alten Stadtmauer. Die Mauern sind so mächtig, dass sich in der Zwischenzeit auf diesen eine kleine Schotterstraße befindet, welche auch fleißig von Motoradfahrern genutzt wird.

Auch Spaziergänger, frisch Verliebte und Hundebesitzer nutzen die alte Stadtmauer, um hier zu entspannen. Der Ort dafür ist perfekt, da die Mauer viele der Häuser überragt und man somit von der Mauer einen schönen Blick auf weite Teile der Stadt hat.

Alte Stadtmauer von Heraklion

Heute kann man auf den alten Stadtmauern in Heraklion spazieren. Viele Heraklioner nutzen die Mauern um mit ihren Hunden hier Gassi zu gehen.

Archäologisches Museum

Besonders beeindruckend sind die mykenischen Funde im archäologischen Museum. Was einem sehr schnell hier auffällt ist, dass es sich bei der mykenischen Kultur um eine wahre Hochkultur gehandelt hat. Viele der Exponate sind von solchen Detailreichtum, den man erst knapp 1.500 Jahre später wieder bei den Römern vorfindet.

Ausstellungsräume des archäologischen Museum in Heraklion

Die Ausstellungsräume im archäologischen Museum sind sehr gut gestaltet und man findet hier viele interessante Exponate.

So ist die Ausstellung, welche sich von der mykenischen Kultur über die Dorische zur Hellenischen und letztendlich der Römischen zieht, auch ein Blick in den Untergang und dem erneuten Aufstieg einer Hochkultur.

Diskos von Festos

Eines der bekanntesten minoischen Fundstücke ist der Diskos von Festos. Diesen kann man im archäologischen Museum in Heraklion bewundern.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

April bis Oktober täglich: 08:00 bis 20:00 Uhr
November bis März täglich: 08:00 bis 15:00 Uhr

Erwachsene: 10 Euro
Ermäßigte: 5 Euro

Es gibt noch ein Kombiticket für 16 Euro (ermäßigt 8 Euro) mit dem man das Museum und den Palast von Knossos besichtigen kann. Knossos liegt rund 3 Kilometer von dem Museum entfernt.

Minoische Schlangengöttin

Ebenfalls ein bekanntes Ausstellungsstück ist die Schlangengöttin, welche man in allen möglichen Formen gefunden hat.

Kirche des Saint Titus

Direkt im Zentrum von Heraklion befindet sich die kleine Kirche Saint Titus. Diese kann man kostenfrei besuchen. Sie war ursprünglich einmal eine Moschee, wovon auch noch die Kuppel zeugt, und wurde später zu einer Orthodoxen Kirche umgebaut.

Agios Titos Kirche in Heraklion bei Nacht

Die Kuppel der Agios Titos leuchtet bläulich bei Dunkelheit.

Altstadt Heraklion

Die Altstadt, der interessante Teil von Heraklion, ist durchzogen von vielen Fußgängerpassagen. Hier befinden sich zahlreiche Cafes, Bars und Restaurants die scheinbar wie ein Puls, sich gegen Mittag füllen, dann wieder leeren um sich am Abend erneut zu füllen.

Besonders fällt auf, dass viele junge Menschen hier unterwegs sind. Um der kleinen Parkanlage im Zentrum der Altstadt hat sich eine regelrechte Barmeile für Jugendliche und junge Erwachsene entwickelt, die hier scheinbar besonders einkehren.

Am Meer gibt es eine Promenade, die zwar durchgehend, aber nicht überall gleich breit ist. Diese zieht sich vom venezianischen Hafen über die Reste der alten Stadtmauer bis hinüber zu den neuen Stadtteilen, die außerhalb der Altstadt entstanden und die Stadt in alle Richtungen weiter ausdehnen.

Weihrauchlampe in der Agios Titos Kirche in Heraklion

Diese Lampe habe ich in der Agios Titos Kirche entdeckt.

Es gibt noch eine Sache die überall in Heraklion auffällt. Viele der Häuser befinden sich in einem maroden Zustand. Dies hat dazu geführt, dass manche Ruinen zu Restaurants umfunktioniert wurden, welche die Ruine nur leicht saniert nutzen.

Oder das an kleinen Freiflächen, an denen früher mal ein Haus stand, heute sich ein wilder Parkplatz befindet, der von einer Person in einer kleinen bruchfälligen Holzhütte betrieben wird.

Flughafen Heraklion

Der Flughafen Heraklion versprüht einen 60er Jahre Flair. Das Gebäude ist winzig, obwohl im gefühlten 10 Minutentakt Flugzeuge von dem Flughafen starten.

Betritt man das Hauptgebäude, wenn man den Flieger verlassen hat und mit einem Shuttlebus zum Gebäude transportiert wurde, ist man sich nicht gleich sicher ob es sich hierbei wirklich um den Eingang zu dem Gebäude oder einer Hintertür einer Polizeistation handelt.

Im Gebäude geht es eine kleine Treppe, die auch bereits ein paar Jahrzehnte auf den Buckel hat, zur Gepäckausgabe hinauf. Die Anzeigetafeln auf denen steht, auf welchen der beiden Bänder das Gepäck ausgespuckt wird, muss man erstmal suchen. Große Tafeln wie auf anderen Flughäfen vermisst man hier.

Ähnlich sieht es beim Check-In aus. Alles wirkt wie auf einem kleinen Provinzflughafen, obwohl von dem Flughafen mehr Flüge starten, als von manchen deutschen Flughafen der sich International schimpft.

Die Check-In Bereiche sind zudem von diversen Gates getrennt, weswegen man etwas acht geben muss, in welchen Check-In Bereich man durch die Personenkontrolle geht. Das Personal prüft aber zusätzlich ob man richtig ist.

Im Vergleich zu den deutschen Großflughäfen, habe ich die Personenkontrollen als eher leger erlebt. Aber das kann auch nur ein erster Eindruck gewesen sein, denn bei den Gates wurden sporadische Personenkontrollen durchgeführt, wie ich sie woanders noch nicht erlebt habe.

Deine Fragen – deine Erlebnisse?

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Über Ronny Siegel

Ich bin Ronny und ich liebe die Höhen, egal ob Berge oder Wolkenkratzer, Geschichte und Fotografieren. Deswegen findest du in meinen Beiträgen auch viele Fotos, Panoramas und Landschaftsbilder. Gerne kannst du mir auch immer ein Feedback zu meinen Beiträgen geben oder Fragen in den Kommentaren stellen, wenn du welche haben solltest. :)

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