| Anti Acta Demo in Dresden – 3.000 junge Menschen gingen gegen Zensur auf die Straße |
| Geschrieben von: Ronny Siegel |
| Samstag, den 11. Februar 2012 um 15:18 Uhr |
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Begleitet wurde der Zug von Polizisten, die ihre Schlagstöcke und Helme gut verbargen um die lockere Stimmung nicht aufzuheizen. Denn diese war äußerst ausgelassen, was sicherlich auch daran lag, dass Deutschland vor 24 Stunden die Unterzeichnung von Acta erst einmal aussetzte. In der Community ging es deswegen in den letzten 24 Stunden auch bunt zu. Einige der bereits zugesagten Teilnehmer fragten, ob denn die Demo überhaupt noch statt finden müsste. Der allgemeine Tenor: „Ja, jetzt erst recht!“. Wofür wird hier demonstriert? – Zum Gedenken an den Ausländer, den man aus der Bahn warf!Dass dies richtig war, sah man spätestens heute auf der Demo. Der Altersdurchschnitt lag bei ca. 25 Jahren. Menschen älter als 50, sah man überhaupt nicht. Es dominierte die Jugend, welche sich lautstark bemerkbar machte. Viele ältere Menschen betrachteten das scheinbare Spektakel mit äußerstem Interesse. Dabei stellte man fest, viele dieser Beobachter hatten von Acta noch nie was gehört. Doch damit waren sie nicht alleine. Denn wir mir eine ältere Frau erzählte, wurde ihre Frage, wogegen man hier demonstriere von einem Polizisten mit offensichtlicher Unwissenheit beantwortet. Dieser erklärte lapidar, diese Demo sei zum Gedenken an den Ausländer, dem man im letzten Jahr aus der Straßenbahn warf. Mit einem Blick auf die vielen selbstgebastelten Schilder der Demo, konnte diese Informationen jedoch sofort widerlegt werden. Denn gerade die Schilder zeigten die Kreativität, die einige Demonstrierende im Vorfeld aufbrachten. Die Sprüche auf den Plakaten, wie „Acta aktiviert Abwehrkräfte“ oder „Ich bin so sauer, ich hab sogar ein Schild.“ konnten sich gut gerne mit dem Spruch auf dem Banner an der Semperoper vergleichen. Dort hing heute, unbewusst passend zur Demo, ein Spruch von Erich Kästner, der einmal sagte: „An allen Unfug der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern.“
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