| Alles kostet mehr - Sind Lebensmittel seit 2002 teurer oder billiger geworden? |
| Geschrieben von: Ronny Siegel | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Dienstag, den 15. November 2011 um 00:00 Uhr | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Fünf Prozent Preissteigerung pro Jahr – keine AusnahmeDer Eurowechsel war für den Einzelhandel im Bereich der Lebensmittel ein echtes Geschenk. Mit einem Schlag gehörten die Jahre mit den mageren Gewinnen der Vergangenheit an. Der Handel nutzte die Gunst der Stunde und passte in vielen Bereichen die Preise nach oben an, sehr zur Unzufriedenheit der Verbraucher. Seit der Einführung des Euros sind die Preise in allen Bereichen stark gestiegen, jährlich um durchschnittlich fünf Prozent, wie wir im letzten Jahr herausfanden. Für diese Berechnungen bezogen wir Dinge des alltäglichen Bedarfs ein und ließen bewusst technische Geräte außen vor. Würde man diese in die Berechnung mit einbeziehen, dann wäre die Steigerung nicht so extrem ausgefallen. Aber mal frei heraus, wer holt sich schon jeden Monat einen neuen Fernseher oder einen Laptop?
Preissteigerung bei Eiern um 118 ProzentZum 01.Januar 2002 löste der Euro als neues offizielles Zahlungsmittel die D-Mark ab. In diesem Jahr fielen die Preiserhöhungen besonders ins Gewicht und prägten den Spruch „Euro gleich Teuro“ bei vielen Menschen. Neun Jahre später hat sich im Bereich der Lebensmittel die Situation zu Gunsten der Kunden geändert. Die Preise sind insgesamt gesunken, laut unseren Berechnungen im Durchschnitt um 14,3 Prozent. Dies betrifft natürlich nicht alle Lebensmittel. Markennudeln sind im Preis kräftig angestiegen. Auch der Preis für Milch stieg im Vergleich zu 2002 um rund 30 Prozent . Bei Schokolade sieht es nicht besser aus. Doch den kräftigsten Preisanstieg verzeichneten Eier mit einer Steigerung von 118 Prozent.
Wurstwaren bis zu 50 Prozent preiswerterWenn es im Vergleich zu 2002 solche kräftigen Preissteigerung gab, wie kann es dann sein, dass insgesamt die Preise bei den Lebensmittel um über 14 Prozent gesunken sind? Die Antwort findet man bei Preisen für Wurst. Diese sind zum Teil um 50 Prozent gesunken. In einem Land in dem der Wurstkonsum sehr hoch ist, wirkt sich dies positiv auf den Gesamtpreis aus. Auch bei Produkten wie Tee und Zucker ging es für den Preis mächtig abwärts. Sogar Kaffee war teilweise 2002 teurer als heute, obwohl sich dieser Preis gerade wieder angleicht. Bezieht man diese Preise in den Gesamtpreis mit ein, dann erhält man unter dem Strich eine Ersparnis von über 14 Prozent. Inwiefern sich die preislichen Veränderungen auf den eigenen Einkaufswagen auswirken, ist natürlich immer abhängig vom persönlichen Einkaufsverhalten.
Ausgewählte Preise 2011 im Vergleich zu 2002
Bildquellen Flickr.com: roland, Mundoo, jk+too, Benediktv |
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Eine gute Analyse, hinter der zweifellos viel Arbeit steckt - recht so. Leider ist es bei vielen Zeitgenossen anders: Erst mal wird rumgemotzt und dann gekuckt, ob die Behauptungen überhaupt haltbar sind. Und viele vergewissern sich überhaupt nicht, ob ihre Behauptungen den Fakten standhalten, so nach dem Motto: Ich lass mir mein Vorurteil doch nicht durch die Niederungen der Praxis kaputt machen.
Heiko