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Deutsche Post – Auskunft und Sperrung von Adressdaten für Werbezwecke
Geschrieben von: Ronny Siegel   
Montag, den 06. Dezember 2010 um 04:55 Uhr
deutsche-post-dialog-marketing-miniVielleicht ist es vielen Deutschen noch nicht bewusst. Doch bei der Post handelt es sich um ein Unternehmen wie jedes andere, welches das Ziel verfolgt, Gewinne zu erwirtschaften. Von dem staatlichen Unternehmen, welches dieses noch vor ein paar Jahrzehnten war, ist schon lange nichts mehr zu spüren. Die Deutsche Post sammelt fleißig Daten und verwendet diese unter anderem zu Werbezwecken, also zu sogenannten Infopostsendungen, die durch die Post, im Namen von anderen Unternehmen an deutsche Haushalte versendet werden. Seit 2009 gilt aber auch für die Post, sie muss Auskunft darüber erteilen, welche Daten sie über den Anfragenden gespeichert hat.



Es dauerte drei Wochen nachdem ich bei der Post einen Widerruf zur Verwendung meiner Daten einreichte, bis ich eine Antwort auf mein kurzes Anschreiben erhielt. In diesem bestätigte mir die Post, was ich bereits vermutete und auf den Webseiten der Post auch mehrfach nachlesen konnte. Die Post vermarktet Adressen zu Werbezwecke. Zitat: „Wir erheben, speichern, nutzen und übermitteln geschäftsmäßig personenbezogene Daten zum Zwecke der Werbung, Markt- und Meinungsforschung gem. §29 BDSG.“

Das Antwortschreiben der Deutschen Post enthielt aber noch weitere Informationen. So wurde mir mitgeteilt, welche Daten über meine Person gespeichert waren und vor allem woher diese Daten stammten. Nur bei meinem Geburtsjahr, konnte die Deutsche Post mir keine Auskunft darüber geben, wie dieser Datensatz in die Datenbank gelangen konnte. Zudem wurde mir versichert, die gespeicherten Daten werden nicht an Drittunternehmen weitergegeben, sondern die Versendung der Werbeschreiben erfolgt über einen Dienstleister, der mit dem beworbenen Unternehmen nichts gemein hat.

Des Weiteren wurde mir die Sperrung und Löschung meiner Daten zum Zwecke der Werbung zugesichert. Weitere Werbesendungen im Namen der Post, dürften sich somit in Zukunft nicht mehr in meinem Briefkasten einfinden. Die Deutsche Post ging aber noch einen Schritt weiter, indem sie mir noch ein paar weitere Hinweise gab, wie ich in Zukunft Werbesendungen vermeiden könnte. Zum einen gab sie den Tipp des allbewährten Briefkastenaufklebers und verwies auch noch einmal auf den Werbewiderspruch.

Der interessanteste Hinweis war für mich, der Hinweis auf die Robinson-Liste. Bei dieser Liste handelt es sich um einen Verein, des Deutschen Dialogmarketing Verbandes e.V., bei dem man sich eintragen lassen kann, um in Zukunft keine unerwünschten Werbesendungen mehr zu erhalten. Der Eintrag ist kostenfrei und gilt für fünf Jahre. Danach wird der Eintrag automatisch aus der Kartei gelöscht und muss neu erfolgen. Laut den Angaben des DDV befinden sich derzeit rund 720.000 Adressen mit unterschiedlicher Schreibweise in der Datenbank. Der DDV geht davon aus, bei der Hälfte von diesen, handelt es sich um reelle Haushalte.

Erreichen kann man die Robinsonliste wie folgt:

Internet: www.ddv-robinsonliste.de
Telefon: 07156 95 10 10
Post: DDV Robinsonliste, Postfach 1401, 71243 Ditzingen

Hier noch mein Anschreiben an die Post zur Weiterverwendung und das Antwortschreiben der Post.(zum Vergrößern auf die Bilder klicken)

deutsche-post-dialog-marketing-01-mini

deutsche-post-dialog-marketing-02-mini






 
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