| SIM Geschenk-Partnerkarte oder wie sie E-Plus Verkäufer werden |
| Geschrieben von: Ronny Siegel |
| Freitag, den 12. November 2010 um 05:48 Uhr |
„Sehr geehrter Kunde. Wir möchten uns heute bei Ihnen für ihre langjährige Treue bedanken.“ Wer kennt nicht diese oder ähnlich klingende Sätze. Da ist man jahrelang bei einem Telefonanbieter, in meinem Fall E-Plus, ein treuer Kunde und irgendwann erhält man einen Anruf, bei dem man angeblich etwas geschenkt bekommt. Und auch wenn man darum bittet, in Zukunft zu diesem Thema nicht mehr angerufen zu werden, braucht man nur darauf warten, bis ein weiterer Anruf erfolgt. Diesmal zu meinem Glück, denn nach dem letzten Gespräch fielen mir noch ein paar Fragen ein, die ich unbedingt beantwortet wissen wollte. Ich weiß nicht mehr genau seit wann, doch irgendwann im Laufe dieses Jahres erhielt ich von meinem Mobilanbieter E-Plus einen Anruf. Man bedankte sich bei mir mit überschwänglichen Worten für die Treue, die ich dem Anbieter seit mehreren Jahren halte. Und warum auch nicht, schließlich bin ich mit den Tarifen und dem Service sehr zufrieden. Dies liegt vielleicht auch daran, ich hatte bisher nicht viele Probleme und die wenigen Wünsche die mir einfielen wurden auch prompt gelöst. Deswegen wunderte ich mich auch über den Anruf nicht. Allerdings regte sich in mir ein natürlicher Widerstand, als man mir mitteilte, man möchte mir für meine Treue ein Geschenk zukommen lassen. Ein Geschenk? Na da war ich aber mal gespannt, schließlich wusste ich diesmal bereits um was es sich hier handeln könnte. Wie schon erwähnt, einen ähnlichen Anruf wehrte ich bereits erfolgreich vor ein paar Monaten ab. Doch erst danach tauchten die Fragen auf. Und deshalb empfand ich diesen Anruf als willkommene Abwechslung, bei dem ich meine Fragen hervorkramte. Ich erwähne es gleich vorab, der Anrufende wurde aus dem Konzept geworfen, was ich schnell an seiner geschockten Reaktion bemerkte. Doch dazu später, denn erst einmal möchte ich erzählen, was man mir schenken wollte. Bei dem Geschenk handelte es sich um eine zweite SIM-Karte, über die ich mit jemanden anderen für die nächsten zwei Jahre kostenfrei telefonieren könnte. Zusätzlich würde der von mir Beschenkte auch noch ein paar Freiminuten erhalten. Für die Karte würde keine Grundgebühr anfallen und nur ein Mindestumsatz von acht Euro im Monat müsste gewährleistet werden. Für jemanden der sein Handy regelmäßig nutzt, sicherlich kein Problem. Instinktiv dämmerte es mir, hierbei handelt es sich nicht um ein Geschenk und wie bereits erwähnt, plante ich meine Fragen sorgfältig. Denn meine erste Frage war, wer wäre denn dann der Vertragspartner von E-Plus und würde somit auch das Kostenrisiko einstehen? Wie bereits erwähnt sorgte diese Frage erst einmal für einen kleinen Schock am anderen Ende der Telefonleitung. Doch nach wenigen Sekunden hatte man sich gefangen und ging auf die Frage ein. Vertragspartner wäre man selber und würde somit auch das Risiko tragen. Dies bedeutet letztendlich, ich schenke jemanden eine Karte von E-Plus, welche der Beschenkte nutzen darf. Sämtliche Kosten die der Beschenkte allerdings verursacht, würden zu meinen Lasten fallen. Lange musste ich nicht überlegen, um für mich zu entscheiden, dies ist doch eine denkbar ungünstige Konstellation. Eine Kostenkontrolle wäre hierdurch nicht möglich und am Ende des Monats könnte das Ganze zu einem Geschenk für E-Plus mutieren. Deswegen wollte ich wissen, ob den auch der Beschenkte der Vertragspartner werden könnte. Natürlich würde dies funktionieren, doch wenn ich es mir richtig überlege, würde ich doch damit automatisch zum Verkäufer für E-Plus Tarife. Ich müsste mir jemanden suchen, dem ich die Karte gebe und gleichzeitig müsste ich denjenigen von einem Vertragsabschluss überzeugen. Mein Vorteil wäre, ich könnte in Zukunft mit demjenigen zwei Jahre lang kostenlos quatschen. Blöd ist nur, mir fiel gerade keiner ein, mit dem ich nicht bereits heute kostenlos sprechen könnte. Denn dafür nutze ich entweder mein Festnetz oder ich besuche denjenigen gleich direkt. Auch diese Option erschien mir somit nicht als lukrativ. Also wo war denn nun das eigentliche Geschenk, welches man mir zum Beginn des Telefonats versprach? Vielleicht meinte man mit dem Geschenk auch die Möglichkeit, die Karte 14 Tage lang zu Hause zu behalten und sich die Vertragsbedingungen anzusehen, bevor man diese bei Nichtverwendung wieder zurück senden sollte. Ich kann mir diese Frage bisher nicht beantworten und mein Gesprächpartner bei E-Plus schien am Ende auch nicht mehr richtig zu wissen, was er mir hier eigentlich schenken würde. Wie dem auch sei, ich freu mich schon auf den nächsten Anruf von meinem Provider. Und vielleicht fallen mir bis dahin auch noch ein paar weitere Fragen ein. |
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Wie genial ! Da wäre ich gerne dabei gewesen bei dem Telefonat !!! :-)
Ich warte gerade gespannt auf die Antwort einer gesetzlichen Krankenkasse auf einen durchaus absichtlich ironisch verfassten Brief - wäre auch nur zu gerne dabei wenn die das lesen ! :-)