| Hilfe, ich brauche einen Schrank |
| Geschrieben von: Ronny Siegel |
| Dienstag, den 27. April 2010 um 18:34 Uhr |
Es soll ja Menschen geben, welche sich ihre Möbel noch im Fachhandel organisieren oder dafür gleich zu Ikea rennen, nur in der Hoffnung wieder eines der beliebten 0815-Stücke zu ergattern, die man in jedem zweiten Haushalt vorfindet. ;) Zum Glück ist einer meiner besten Freunde Möbelbauer und aus diesem Grund kann ich mir meine Möbelstücke individuell zusammen schrauben lassen. Natürlich immer unter der Voraussetzung, ich darf mitschrauben und sägen. Vor kurzem installierten wir auf diesem Weg einen neuen Schrank in meiner Wohnung mit den schiefen Wänden. Die Bauanleitung dazu möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.Zum Beginn hieß es erste einmal alle Bretter auf die entsprechende Länge zurechtsägen. Da die Türen des Schrankes 2,01 Meter groß waren, organisierten wir uns Bretter mit einer Gesamtlänge von 2,40 Meter und einer Tiefe von 40 Zentimetern. Zusätzlich benötigten wir noch ein paar Bretter mit einer Länge von 80 Zentimetern und einer Tiefe von 40 Zentimetern. Diese würden als Zwischenböden und als Verblendung für die Ober und Unterseite dienen. Ein paar Holzleisten waren letztendlich unsere Stützen für die Böden und für andere kleine Schönheitsreparaturen. Der Bauplan bestand aus einer kleinen Handskizze und natürlich der Vision in unseren Köpfen
In diese kahle Ecke sollte der Schrank eingepasst werden.
Auf den Seitenteilen wurden die Holzleisten für die Einlegeböden mit Holzleim festgeschraubt und festgeklebt. Die Leisten sind hierbei etwas kürzer wie die Seitenteile
Der Korpus wurde verklebt und verschraubt. Oben liegt die zukünftige Rückseite des Schrankes.
Im oberen und unteren Bereich befestigten wir kleine Holzstücke, die als Abstandshalterung für die Verblendung dienten. Die unteren drei Holzstücke benutzten wir als Maß. Natürlich kann man hierfür auch andere Hilfsmittel verwenden.
Sobald der Leim getrocknet war, konnten wir die Verblendung testweise einsetzen. Diese wurde jedoch erst am Ende verklebt.
Die Einlegeböden versahen wir an den Enden mit einer Bohrung und einer Vertiefung, damit die Schraubenköpfe beim Verschrauben verschwinden.
Eine Holzleiste zur Begrenzung der Frontüren befestigten wir zusätzlich. An diese brachten wir später noch die Magnethalter an. Damit die Leiste nicht heraus fällt, verschraubten wir die an der Ober- und Unterseite.
Die Einlegeböden versahen wir mit einer Aussparung an der Stelle der Holzmittelleiste. Dadurch konnten wir die Böden besser fixieren und dem Korpus eine zusätzliche Stabilität verleihen.
Damit die Einlegeböden an der Forderseite nicht abkippten, brachten wir an Mittelleiste unterhalb der Einlegeböden noch ein paar Dübel an. Dazu bohrten wir eine einfache Vertiefung und klebten die Dübel in dieser Vertiefung ein.
Mit einer langen Holzleiste konnten wir ausmessen ob der Schrank gerade ist. Dazu legten wir die Leiste diagonal an und markierten das überstehende Ende der Holzleiste am Ende des Schranks. Anschließend wählten wir die andere Diagonale und konnten mit Hilfe der Markierung erkennen wie weit der Schrank verzogen war.
An den Metallplatten wollten wir die verlängerte Seitenverblendung befestigen.
Der Schrank wurde aufgestellt und provisorisch mit der Wand verschraubt.
Die Verblendungen im rechten hinteren Bereich und im linken Bereich wurde anschließend ausgemessen, zurechtgesägt und eingepasst. Dazu mussten wir den Schrank noch einmal von der Wand abschrauben, damit wir die Seitenverblendung von Innen befestigten konnten.
Zum Schluss wurden noch die beiden Türen mit Scharnieren am Schrank befestigt und zusätzlich zwei Griffe an den Türen angebracht. Damit die Türen sich auch ordentlich verschließen, nutzten wir die Mittelleiste und befestigten an der Innenseite noch zwei Magnethalter. |
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