Keine Sorge, heute gibt es keine Abhandlungen bei denen man sein Gehirn einschalten muss. Ich denke dies ist nach den letzten Texten auch mal wieder notwendig. Deswegen möchte ich heute von meinem letzten Besuch im Dresdner Georg Arnhold Bad berichten, was seit ein paar Monaten mit Neuerungen aufwartet. Man muss zum Ersten sagen, die Verbesserungen sind wirklich von ungemeinem Vorteil, ohne dass gleich die Eintrittspreise angezogen wurden. Aber was nicht ist, kann ja schließlich noch kommen. Eine Sache viel mir aber sofort ins Auge und über diese schmunzelte ich in mich hinein.
| Aktuelle Öffnungszeiten und Preise auf www.dresden.de (Link existiert nicht mehr) | ||
| Eintrittspreise 2010 | Erwachsene | Kinder |
| Einzelkarte 2 Stunden | 5,00 Euro | 2,70 Euro |
| Einzelkarte 4 Stunden | 8,00 Euro | 3,50 Euro |
| Tageskarte | 9,00 Euro | 5,50 Euro |
| Öffnungszeiten: 09Uhr bis 22 Uhr – weitere Öffnungzeiten | ||
Vor dem Umbau des Bads, gab es im Arnholdbad immer Pappkarten mit einem Magnetstreifen für den Einlass. Mit diesen konnte man anschließend zu den Umkleidekabinen gelangen. Diese Karten wurden ersetzt gegen Chips, wie ich die kleinen runden Plastikteile gemeinhin nenne. Als ich jedoch einen dieser Chips an der Kasse erwarb und mit diesen anschließend das Bad betreten wollte, erwartete mich eine verwirrende Aufforderung. Statt den Chip einzuwerfen, musste ich meinen „Coin einwerfen“. Was bitte ist ein Coin?
Die englischkundigen Deutschen werden jetzt sagen, „Na dass ist doch der Chip.“ Ja eben, dies ist hierzulande ein Chip und eben kein Coin. Ich hätte es ja verstanden, wenn ich wie folgt aufgefordert worden wäre „Insert Coin, please“, aber nein auf dem elektronischen Display stand „Coin einwerfen“. Besser geht’s wirklich nicht. Mit dieser Auforderung verwirrt man nicht nur die englischsprachigen Besucher, sondern dazu auch noch die Deutschsprachigen. Wem dies nützt, keine Ahnung
Natürlich musste ich dazu gleich mal die Wikipedia und Google befragen. Und beide gaben mir Recht. Im deutschen Sprachraum findet man zu diesem Begriff eine österreichische Forschungsfördergesellschaft, eine Filmproduktionsgesellschaft, eine Initiative des Bundesministeriums, eine Band und vieles mehr, aber keinen Hinweis auf einen Chip. Als Coin bezeichnet man auch im englischsprachigen Raum nur die Münzen. Wenn man jedoch ab sofort zu einem Plastikchip, Coin sagt, soll mir dies recht sein. Mich würde es jedoch nicht wundern, wenn demnächst der Wartungsdienst des Öfteren im Arnoldbad antanzen darf, nur weil jemand die Aufforderung wörtlich nimmt und anfängt sein Kleingeld in den Schlitz zu schieben.

Ansonsten sind diese Plastikchips nämlich vom großen Vorteil. Die Karten störten früher doch erheblich. Zudem erneuerte man die Schlösser in den Umkleidekabinen aufgrund der Einführung der Chips, äh Entschuldigung, natürlich der Coins. Die Schlüsselarmbänder wurden aus diesem Grund auch ausgewechselt und lassen sich jetzt besser am Arm befestigen. Auch kann man die Schlüssel zusammenklappen, damit diese beim Baden niemanden verletzen.
Link zum Georg-Arnhold Bad: Öffnungszeiten und Preise
