| Ökologische Fußabdruck – Das Ende des Homo Sapiens oder die Zukunft der Erde? |
| Geschrieben von: Ronny Siegel |
| Mittwoch, den 07. April 2010 um 17:44 Uhr |
Eins kann ich mit Sicherheit sagen, wenn man sich nahezu täglich aufmerksam im Internet bewegt, stößt man immer wieder auf Dinge von denen man spürte, diese existieren, jedoch sie bisher nicht in Worten fassen konnte. Eins davon ist die Zukunft unseres Planeten. Zum Beispiel die CO2 Debatte, die jeder kennt. Die Meinungen zu diesem Thema könnten nicht weiter auseinander differenzieren. Und auch ich glaube nicht an eine Klimabeeinflussung des Menschen durch CO2. Was mir jedoch mein logischer Menschenverstand verrät, ist die nachhaltige Beeinflussung der Erde aufgrund unserer Existenz. Ein Schweizer und ein Brite schufen hierfür einen Namen, den ökologischen Fußabdruck.Bis vor wenigen Tagen kannte ich diesen Begriff nicht und dies wundert auch nicht, da der Begriff des ökologischen Fußabdruckes erst 1994 entwickelt wurde. Dahinter verbirgt sich die Idee, die Fläche der Erde mit dem Lebensstandart der Menschen zu vergleichen. Das heißt, wie viel kann der Mensch heute auf der verfügbaren Fläche produzieren, ohne dabei das Eingeweckte anzureißen. Der ökologische Fußabdruck ist damit nicht nur eine Berechnung unseres Lebensniveaus im Verhältnis zu anderen Menschen, sondern vor allem im Verhältnis zu unserem Planeten. Erschreckend und erstaunlich empfand ich die Aussage, dass bereits 1987 dieses Verhältnis zum Ungunsten der Erde ausging. Damals überschritt die Menschheit am 19.Dezember diese Schwelle. Dies bedeutete eigentlich, an diesem Tag hätte man alle Lichter auf der Erde ausknipsen müssen, um nicht etwas zu verbrauchen, was durch den Planeten nicht mehr produziert werden könnte. Wir sind sozusagen ab diesem Datum in die Speisekammer gegangen und haben von dem Eingeweckten gelebt. 2008 wurde dieser Punkt bereits am 23.September überschritten. Bei den genannten Zahlen möchte ich es erst einmal belassen. Am Ende dieses Berichts habe ich mehrere Links beigefügt, über die man sich weiteres Material zum ökologischen Fußabdruck ansehen und seinen eigenen Fußabdruck berechnen kann. Wenn ich mir die Entwicklung jedoch ansehe, fällt mir immer wieder mein persönlicher Lieblingswitz ein, bei dem sich zwei Planeten treffen und der eine den anderen fragt, wie es ihm geht. Darauf antwortet der andere Planet, „Nicht so gut. Ich habe Homo Sapiens.“ Die Antwort des ersten Planeten auf diese Aussage stimmt nicht nur nachdenklich sondern zeigt auch die Grenzen unseres Handelns auf. Er meint dazu nur, „Ach mach dir darüber keine Gedanken. Dies hatte ich auch mal. Das verschwindet auch wieder.“ Die Frage welche sich nun stellt, ist wie die Entwicklung aussehen wird. In diversen Diskussionen wird immer wieder gesagt, wir müssten nachhaltiger mit unseren Ressourcen umgehen. Wenn mir jedoch jemand empfiehlt, ich sollte meine funktionierende Glühbirne gegen eine Energiesparlampe tauschen, frage ich mich, was dieser Mensch unter Nachhaltigkeit versteht? Wieso sollte ich mich von Dingen trennen, die noch funktionieren, nur um vermeintliche Nachhaltigkeit zu üben? Schließlich kostete die Produktion der neuen Energiesparlampe auch Ressourcen. Ich denke Nachhaltigkeit liegt eher in Minimalistik und Effektivität. Wenn ich nur noch Dinge ersetze, welche wirklich nicht mehr funktionieren, handle ich nachhaltig. Wenn ich nur noch Dinge konsumiere, die ich auch wirklich benötige, handle ich nachhaltig. Wenn ich verfügbaren Raum effektiv ausnutze, ohne dabei den Konsum zu erhöhen, handle ich nachhaltig. Wenn ich jedoch anfange, mich von allen Gegenständen die ich besitze zu trennen, nur weil diese gerade nicht die zeitgemäße Energieklasse besitzen, konsumiere ich weder nachhaltig. Berechnungen dazu werde ich sicherlich noch einmal zu einem späteren Zeitpunkt anführen. Über eine „nachhaltige“ Berechnung möchte ich trotzdem sprechen, nämlich gerade den Austausch von funktionierenden Gerätschaften. Ich berechnete irgendwann einmal den Nutzen, wenn man einen alten Geschirrspüler gegen einen Neuen austauscht. Laut diesen Berechnungen lohnte sich der Tausch erst nach 20 Jahren. Selbst wenn ein solcher Geschirrspüler zwei bis drei Liter Wasser weniger schluckt, sollte man sich trotzdem fragen, wie hoch der Ressourcenverbrauch für die Schaffung des neuen Geschirrspülers war und vor allem auch, wie hoch die Kosten für die Entsorgung des Alten noch sind. Erst anschließend kann man doch entscheiden, ob man an dieser Stelle wirklich nachhaltig handelte. Diese Diskussionen zeigen mir jedoch eins immer deutlicher. Wir können uns drehen und wenden wie wir möchten. Langfristig wird es für uns Menschen nur zwei Lösungen geben. Die erste ist die Begrenzung der Bevölkerung auf unseren Planeten, was in meinen Augen jedoch gleichzusetzen wäre mit Mord. Und die zweite Lösung ist die Expansion, also die Besiedlung neuer Planeten und damit die Reduzierung der Weltbevölkerung durch Auswanderung. Alle anderen Alternativen verschieben das Problem nur auf nachfolgende Generationen. Die Erdbevölkerung wächst immer weiter. Man rechnet 2050 bereits mit 9 Milliarden Menschen. Es könnten aber auch gut und gerne zehn bis elf Milliarden Menschen sein. Keiner geht davon aus, dieses Wachstum höre nach 2050 auf. Wir haben somit ein Problem und wie wir dieses lösen können ist mehr als fraglich. Weiterführende Links: http://www.geschichtsthemen.de/mensch... - Wie viele Menschen leben auf der Erde? http://www.tagderideen.de/wb/pages/id... - Ressourcenverbrauch tabellarisch http://www.lfu.bayern.de/umweltwissen/... - Erklärung des ökologischen Fußabdruckes über eine Broschüre des Bayrischen Landesamtes für Umwelt http://www.geolinde.musin.de/stadt/sta... - zwei Statistiken die den ökologischen Fußabdruck einmal nach Teilbereichen (Ackerland, Fischerei, Wälder, Weideland usw.) und nach den Verbrauch verschiedener Staaten darstellen http://www.dsw-online.de/pdf/fs_entwi... - Die Entwicklung der Weltbevölkerung, Broschüre der DSW (Deutsche Stiftung Weltbevölkerung) http://uba.klimaktiv-co2-rechner.de/de... - Der CO2 Rechner des Umweltbundesamt http://de.wikipedia.org/wiki/... – Ökologischer Fußabdruck in der Wikipedia http://footprintnetwork.org/de/... - Global Footprint Network, die Erfinder des Begriffes „Ökologischer Fußabdruck“ mit einem weiteren Rechner zur Berechnung des persönlichen Fußabdruckes |
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