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Kochrezepte gibt es wie Sand am Meer. Doch was mir bei den meisten Rezepten auffällt, ist dass in der Zwischenzeit eine Art Wettbewerb existiert, wer welches Rezept mit welchen exotischen Gewürzen und „meisterlichen“ Kochraffinessen am Besten verderben kann. Mir geht es immer so, dass wenn ich auf so ein Rezept stoße ich schon an der Liste der Zutaten scheitere und dieses somit zu den Akten lege. Deswegen hole ich mir meine Rezepte aus dem täglichen Leben und natürlich aus Filmen, wie das folgende Rezept Spaghetti a la Mafiosi, welches in einer ähnlichen Form in „Der Pate“ gekocht wurde.
Ich gebe zu ich bin ein bekennender Fan guter Mafia-Filme und der italienischen Küche. Nichts macht mir mehr Spaß, wie die Zubereitung von Pizzas und natürlich Nudeln aller Art. Deswegen ertappe ich mich auch immer dabei, dass wenn ich einen Mafiafilm sehe, dass ich dann mit peinlicher Genauigkeit auf die diversen Kochkünste achte. In dem Film „Der Pate“ ist mir ein solches Rezept unter die Finger gekommen. In einer Szene sah Michael zu, wie die Soldaten bekocht wurden, welche man auf die „Matratzen“ schickte. Dabei ging es vor allem um folgende Dinge: Das Essen musste gut schmecken, schnell zubereitet werden und vor allem für viele Personen reichen. Natürlich muss ich keine Soldaten bekochen und auch keine Großfamilie durchfüttern, wie sie Anfang des 20.Jahhundert noch existierte. Jedoch kann man das im Film gezeigte Rezept auch für einen kleinen Personenkreis schnell umdisponieren. Dazu bin ich wie folgt vorgegangen.
Für zwei Personen werden 300 Gramm Hackfleisch, 250g Gramm Spaghetti, ein bisschen Parmesan und eine Packung passierte Tomaten benötigt. Zum Beginn knetet und würzt man das Hackfleisch nach Belieben mit herkömmlichen Gewürzen. In den meisten Fällen reicht Salz und Pfeffer. Je nach persönlichem Geschmack wird die Masse zusätzlich mit Knoblauch verfeinert. Ist die Hackfleischmasse nach den eigenen Bedürfnissen gut gewürzt, werden aus dieser kleine runde Bällchen geformt. Unter Zusetzung von wenig Öl brät man die Bällchen in einen Topf oder einem Wok auf allen Seiten schön an. In der Zwischenzeit beginnt die Zubereitung der Spaghetti. Diese werden laut Anweisung gekocht.
Als Nächstes kümmert man sich um die Soße, wozu die passierten Tomaten einfach in den Topf mit den Hackfleischbällchen gegeben werden. Unter ständigem Umrühren sollte die Soße zum Kochen gebracht und mit Zucker gesüßt werden. Hier ist zu beachten, dass die Soße sehr schnell übersüßt werden kann. Es empfiehlt sich die Qualität der Soße, während des Süßens, regelmäßig zu probieren. Ist das Ergebnis zufrieden stellend kann die Soße weiter auf kleiner Flamme vor sich hin köcheln.
Wenn die Spaghetti fertig sind, werden diese abgegossen. Das übliche „Abschrecken“ mit kaltem Wasser ist zu unterlassen. Diese Vorgehensweise wurde von vielen Menschen von ihren Eltern übernommen. Jedoch ist das „Abschrecken“ der Nudeln nicht mehr von Nöten. Früher mussten Nudeln abgespült werden, da diese meistens mit einer Mehlschicht überzogen waren. Wenn man nicht unbedingt Mehl mit Nudeln essen wollte, blieb einen nichts anderes übrig, als die Nudeln von diesem Mehl zu befreien. Und dies geschah mit dem im Volksmund bekanntem „Abschrecken“.
Anschließend werden die Nudeln zurück in den Topf gegeben und mit Soße versehen. Zum Schluss verrührt man Soße und Nudeln ordentlich miteinander und serviert das Essen. Einer Veredlung des Essens mit Parmesan, ist letztendlich auch noch möglich. Guten Appetit.
Zutaten für zwei Personen:
300g Hackfleisch 250g Spaghetti 500g passierte Tomaten Parmesankäse Salz, Pfeffer, Zucker, Öl

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