Immer zur Weihnachtszeit fällt mir eine Episode ein, die sich vor ein paar Jahren zutrug. Aufgrund unseres existierenden Nicht-Angriffs-Pakt zu Weinachten, fallen die Geschenke am 24. Dezember eines jeden Jahres äußerst mager aus. Dies verschafft einem im Vorfeld zu diesem Fest natürlich jede Menge stressfreier Stunden, in denen man sich darüber die Gedanken zerbrechen kann, mit welcher Köstlichkeit man die lieben Verwandten in diesem Jahr beköstigen könnte. Ich versuche für diesen Tag immer mal wieder etwas Neues. Und in dem Jahr, in dem sich diese Geschichte abspielte, probierte ich erstmalig Rumkugeln.
Natürlich stand für mich eins von vornherein fest. Es musste zwei Sorten von Rumkugeln geben. Eine Sorte mit Rum und davon reichlich und die andere Sorte für die Kinder ohne Rum, wobei es sich dann bei dem Letzteren mehr um Schokokugeln handelte, als um Rumkugeln. Die erste Sorte dagegen wurde mit einer ordentlichen Portion Rum versehen. Das Ergebnis des Abends aufgrund dieser Rumkugeln konnte sich ebenfalls sehen lassen. Soweit ich mich zurück erinnern kann, war dieses Weihnachten von einer sehr lustigen Stimmung geprägt. Jetzt aber zum Rezept.
Zutaten für die Rumkugeln – für rund 25 Rumkugeln
200g Kuvertüre 150g Kuchenkrümel 100ml Sahne 30g Butter 4cl Rum 200g Schokostreusel 25 – 30 Pralinenförmchen
Die Kuchenkrümel gibt man in eine Schüssel. Sofern man auf einen Tortenboden zurückgreift, zerkleinert man diesen.
Die Sahne und die Butter gibt man in einen Topf und erwärmt diese langsam, unter ständigem umrühren. Sobald die Butter flüssig ist kann man sich der Kuvertüre zuwenden. Bei diesem und auch beim Nächsten Schritt sollte man darauf achten, dass die Flüssigkeit nicht kocht.
Die Kuvertüre bricht man in kleine Stücke, damit diese schneller weich wird. Diese Stücke gibt man anschließend zur der flüssigen Butter und Sahne in den Topf. Unter weiterem ständigem Umrühren, bringt man die Kuvertüre zum Schmelzen.
Nachdem die Kuvertüre geschmolzen ist, nimmt man den Topf mit der warmen Flüssigkeit vom Herd. Jetzt schüttet man den Rum in die Schüssel zu den Kuchenkrümeln.
Anschließend wird die flüssige Kuvertüre mit der Sahne und der Butter den Kuchenkrümeln beigemischt. Als Nächstes vermischt man die gesamten Zutaten ordentlich, so dass sich eine glatte Masse ergibt. Danach wird die fertige Masse zum Abkühlen in den Kühlschrank gestellt.
Einen Teil der Schokostreusel gibt man in eine Schüssel.
Anschließend nimmt man ein bisschen von der Masse und formt diese zu einer Kugel
Danach rollt man die Kugel in den Schokostreuseln so lange, bis diese gleichmäßig mit einer Schokostreuselschicht bedeckt ist. Zum Schluss kommt die fertige Rumkugel in eine der Förmchen.
Sonstige Anmerkungen:
Je nachdem wie warm die Masse ist, kann sich der Abkühlungsprozess hinziehen. Meine Erfahrungen zeigen, desto kälter die Masse ist, desto besser lässt sie sich weiter verarbeiten. Deswegen sollte man mit der Abkühlzeit nicht geizen und mindestens vier Stunden einplanen. Man kann die Masse aber auch am Abend vorbereiten, über Nacht abkühlen lassen und am nächsten Tag weiter verarbeiten.
Da der Teig bereits sehr fettig ist, bleibt auch nicht viel davon an den Händen kleben. Allerdings ist es ratsam, die Förmchen zuvor schon zu platzieren, damit man diese nicht während der Rumkugelherstellung aus der Verpackung holen muss. Ansonsten ist man ständig damit beschäftigt, sich die Hände zu waschen, da ein Teil der Schokostreusel an diesen kleben werden.
Die Verarbeitung nach diesen Rezept ist Spitze,
schmecken hervorragend nicht nur uns,auch unseren Nachbarn und Kollegen.