Pizza und Pizzasoße selber zu machen ist definitiv kein Problem. Dass jedoch die Pizza letztendlich nicht so schmeckt wie beim Italiener oder beim Pizzalieferdienst, dafür gibt es einen einfachen Grund. Die Ofentemperatur bei den Industrieöfen erreichen teilweise Temperaturen von über 400 Grad. Der Ofen zu Hause schafft maximal 300 Grad. Mit ein paar kleinen Tricks, erreicht man trotzdem ein mehr als zufriedenes Ergebnis. Hier nun das Rezept für Pizza und die Pizzasoße mit Bildern.
Zutaten für Pizzateig
500g Mehl
300ml Milch
4 Esslöffel Öl
1 Esslöffel Salz
1 halber Esslöffel Zucker
1 Päckchen Trockenhefe
Vorbereitung:
Zubereitung:
Zubereitung Pizzateig

Mit diesen Zutaten erhält man rund zwei Pizzableche oder fünf 26er Rundbleche an Teig. Eine geringere Menge empfehle ich nicht, da der Teig ansonsten durch die Hefe nicht richtig gehen kann. Den übrigen Teig kann man einfrosten. Wie dies am besten geht, erfahrt ihr am Ende dieses Rezeptes.

Das Mehl, das Öl, Salz Zucker und Hefe gibt man in eine große Schüssel

Anschließend erwärmt man die Milch. Diese sollte man aber nicht zum Kochen bringen. Warme Milch reicht vollkommen aus, damit die Hefepilze ordentlich arbeiten können.

Die warme Milch fügt man den restlichen Zutaten hinzu….

…und vermischt diese am Besten mit den Knethacken eines Rührgerätes zu einem gleichmäßigen Teig. Sollte der Teig zu sehr kleben, fügt man diesem noch ein bisschen Mehl hinzu.

Am Ende erhält man einen nahezu glatten Teig, denn man anschließend ruhig mehrere Stunden abgedeckt stehen lassen kann.

Wie lange sollte man den Pizzateig gehen lassen? An dieser Stelle habe ich verschiedenste Zeiten ausprobiert. Nach meiner derzeitigen Erfahrung sollte man mindestens zwei Stunden einplanen. Dazu stellt man den Teig an einen normal temperierten Ort und deckt diesen ab. Man kann den Pizzateig aber auch bereits einen Tag zuvor zubereiten und diesen über Nacht, abgedeckt im Kühlschrank gehen lassen. Das Ergebnis ändert sich dadurch etwas. Hier sollte man einfach selber herumexperimentieren.

Den fertigen Teig legt man anschließend auf eine glatte Unterfläche, die man zuvor mit etwas Mehl bestreute. Dies kann ich nur empfehlen, da der Pizzateig sich ansonsten schlecht ausrollen lässt.

In meinem Fall wollte ich aus dem Teig fünf 26er Rundpizzas erhalten. Deswegen formte ich aus dem gesamten Teig eine dicke Rolle….

…die ich anschließend in nahezu fünf gleiche Teile teilte. Will man den Pizzateig auf einem Pizzablech weiter verarbeiten, reicht es natürlich aus, diesen in zwei Teile zu teilen. Dass formen einer Rolle, kann man sich dann selbstverständlich sparen.

Eine der fünf neu gewonnen Pizzateigkugeln, verarbeitete ich anschließend weiter. Den Rest legte ich erst einmal beiseite.

Den Teig rollte ich zu einer nahezu runden Form aus, damit dieser auf ein Pizzarundblech passt. Yeap ich weiß, hier muss ich noch üben
Aufgrund des Ölanteiles in dem Pizzateig, lässt sich dieser jedoch hervorragend ausrollen.

Damit ich weiß, ob die ausgerollte Größe bereits passt, halte ich während des Ausrollens immer mal wieder das Rundblech über den Teig. Ist der Teig größer wie das Blech, passt er auch rein. Auch wenn der Teig sehr dünn scheint, kann man diesen aufgrund seiner Geschmeidigkeit nun auf das Blech legen. Überschüssigen Teig, der zum Beispiel über die Ränder des Bleches hinausragt und der mich persönlich stört, den schneide ich einfach ab.
Zutatenliste Pizzasoße
100g Käse
Kleine Dose Tomatenmark (70g)
Gewürz Basilikum
Gewürz Oregano

Die genannten Zutaten reichen für eine 26er Rundpizza aus. Für ein Pizzablech benötigt man vor allem mehr Tomatenmark. Ich nehme dann meistens zwei große Dosen Tomatenmark, also rund 250 Gramm. Ich persönlich liebe diese Dosen anstatt der Tuben, da ich mit ihnen die Menge einwandfrei dosieren kann. Preislich unterscheiden sie sich zudem kaum. Derzeit bezahle ich für eine kleine Dose Tomatenmark 19 Cent.

Das Tomatenmark ist die Basis für die Pizzasoße, welches man auf den Teig gibt….

…und anschließend auf diesem verstreicht. Ich nutze für die Pizzasoße manchmal auch andere Soßen, wie zum Beispiel diverse Grillsoßen. Dies hängt jedoch immer davon ab, welche weiteren Zutaten auf die Pizza kommen sollen.

Als Nächstes verteilt man auf das Tomatenmark den Basilikum und Oregano. Hier sollte man nicht sparen, da die beiden Gewürze, dem bereits würzigen Tomatenmark eine weitere typische Pizzanote geben.

Jetzt reibt man den Käse noch auf die Pizza…

…und belegt diese anschließend mit den restlichen Zutaten. Zum Käse noch ein paar Worte. Bei meinen ersten Versuchen, nahm ich für die Pizza immer fertigen Reibekäse. Davon bin ich in der Zwischenzeit abgekommen, da der Geschmack zwar in Ordnung war, aber eben nicht berauschend.

Die restliche Arbeit übernimmt jetzt der Ofen. Auch hier experimentierte ich lange herum. Was ist besser? Ober- und Unterhitze oder nur Unterhitze? Wie bereits am Anfang erwähnt, ist es wichtig möglichst hohe Temperaturen zu erhalten. Deswegen setze ich auf Umluft, höchstmöglichste Temperatur. Umluft ist immer noch etwas wärmer, wie Ober- oder Unterhitze, auch wenn die Temperaturangabe die gleiche ist.
Ist der Ofen bereits vorgeheizt, benötigt man nur rund 10 Minuten bis die Pizza fertig ist. Guten Appetit.
Pizzateig einfrosten
Was kann man mit dem restlichen Pizzateig anfangen? Ein Blick zum Pizzadienst hilft hier weiter. Diese kühlen ihren Teig und verarbeiten ihn dann, wenn er benötigt wird. Ich probierte deswegen Folgendes aus.

Ich rollte die restlichen Pizzateigbällchen zu runden Formen aus und legte diese auf Frischhaltefolien. Diese stapelte ich anschließend übereinander und deckte den oberen Teig mit einer weiteren Folie ab. Danach packte ich alles in den Frost.

Wenn ich mir eine Pizza zubereiten möchte, hole ich mir einen fertigen Teig heraus und lege diesen auf das Pizzarundblech. Da der Teig steif gefroren ist, muss er erst einmal auftauen. Aufgrund der Dicke benötigt er dazu jedoch nur maximal zwei Stunden.
Anmerkung vom 28.08.2012:Ich habe jedoch auch erfahren, dass man den Teig in seiner runden Form einfrosten kann. Wie lange in dieser Form jedoch die Auftauphase dauert, kann ich noch nicht sagen. Den Teig sollte man lieber in Kugeln einfrieren, die ausgerollt für ein Pizzablech reichen. Möchte man eine größere Pizza machen, dann taut man einfach zwei oder drei der eingefrosteten Kugeln auf und verknetet diese wieder miteinander. Aufgetaut sind die Kugeln in rund 2 Stunden bei warmen Wetter. Im Winter packt man die Teile auf eine Heizung. Dann dauert es auch nur 2 Stunden.
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Ich liebe diese Pizza
die kann ich jedem empfehlen
Endlich mal ein Pizza-Rezept, das super schmeckt.
Ganz tolles Kompliment für die super einfachen Erklärungen und die Bilder.
Die werde ich gleich Freitag mal ausprobieren
KOMPLIMENT !
Danke für die ausführlichen Erklärung und die Bilder man sieht das du dir echt Mühe gegeben hast