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Skellig Islands – Irlands einsamstes Kloster
Geschrieben von: Ronny Siegel   
Sonntag, den 27. Dezember 2009 um 13:12 Uhr

irland_skellig_islands_miniEin paar Meilen westlich im Meer vor Irland, außerhalb des „Ring of Kerrys“, liegt eine Insel, welche eigentümlicher nicht sein könnte. Vor über 1500 Jahren beschlossen Menschen dieses einsame Eiland zu besiedeln und begannen auf den kargen 17 Hektar Land ein paar Hütten aus Stein zu errichten. Heute ist die Insel ein begehrter Platz für Vögel und erinnert an vergangene Zeiten und das entbehrende Leben der Mönche.


Mit einfachen Holzbooten mussten damals vor knapp 1500 Jahren eine handvoll Menschen in Richtung der Skellig Islands gerudert sein. Die Überfahrt nahm wohl fast einen ganzen Tag in Anspruch, denn auch heute noch benötigt man für eine Fahrt zu den Inseln mehr als zwei Stunden. Anschließend begannen die Menschen mit dem Bau einfacher Hütten auf der größeren der beiden Inseln. Holz war auf „Skellig Michael“ keins vorhanden und so blieb nichts anderes übrig außer flache Gesteinsplatten übereinander zu stapeln, die es in großen Mengen auf der Insel gab. Die ersten Zeiten müssen beschwerlich und hart gewesen sein. Trinkwasser lieferte eine Quelle am Fels, doch Nahrungsmittel suchte man vergeblich. Wahrscheinlich ernährten sich die neuen Bewohner ausschließlich vom Fischfang, bevor ihre Beete Alternativen lieferten.

Man kann es sich kaum vorstellen, wenn man die Insel betritt, dass auf dieser Insel einmal menschliches Leben existierte. Zu steil ragen die Felsen in die Höhe und zu unmenschlich wirkt die Landschaft. Doch die Bauten aus vergangenen Zeiten beweisen, dass hier einmal eine Siedlung ihr Dasein fristete. Wie anstrengend die Existenz an diesem Ort gewesen ist, kann man nur erahnen, während man sich die 600 Stufen zur ehemaligen Siedlung empor kämpft. Die Chance auf Halt an einem Geländer während dieser Tortur, vermisst man schmerzlich, denn die Insel ist auch heute noch nahezu unerschlossen und für Touristenströme nicht ausgelegt.

Deswegen wundert es auch nicht, wenn täglich nur knapp 50 Personen das Eiland besuchen dürfen. Natürlich ist man auf der Insel auf sich gestellt und kein Reiseveranstalter haftet für Schäden, welche man sich aufgrund von Unachtsamkeit selber zufügt. Als Ausgleich dafür darf man einen Ort genießen, den man so schnell nicht vergisst. Auf dem Weg vom Hafen zu den ersten Erhöhungen durchschreitet man eine Vogelkolonie, die so einen Lärm veranstaltet, dass man freiwillig verstummt. Anschließend erklimmt man die besagten Stufen zu den Bauten und staunt über die Konstruktionen, welche seit Jahrhunderten Wind und Regen widerstehen. Am Ende befindet man sich auf einem Plateau, das einen Blick hinüber zum eigentlichen Ausgangsort Portmagee bietet. Auf der kurz vor der Insel gelagerten Schwesterinsel „Little Skellig“ wundert man sich über die mit Weiß überzogenen Gipfel, welche durch die Ausscheidungen der über 27.000 Brutpaare verursacht wurden.

Wer Skellig Island besuchen möchte, sollte sich zeitig in Portemagee einfinden. Je nach Jahreszeit, starten die Boote zwischen neun und zehn in See und schippern jeweils eine Handvoll Besucher zu Skellig Michael. Auf den Inseln verbringt man anschließend knapp eine Stunde, bevor man die Rückreise vorbei an Little Skellig antritt. Insgesamt sollte man für diesen Ausflug vier bis fünf Stunden einplanen.

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Blick auf Skellig Michael

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Die Bauten auf Skellig Michael

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Little Skellig die Brutkolonie von über 27.000 Vogelpärchen.





 
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