| Sightseeing Tour durch Berlin (2) - Sankt Hedwigs Kathedrale und das Brandenburger Tor |
| Geschrieben von: Ronny Siegel |
| Freitag, den 05. November 2010 um 05:37 Uhr |
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Berlin an einem Tag zu besichtigen, ist ein nahezu unmögliches Unterfangen. Wir wagten trotzdem den Versuch und im zweiten Teil konnten wir neben dem Berliner Dom und dem Brandenburger Tor auch noch einen Abstecher in die Sankt Hedwigs Kathedrale unternehmen. Welche weiteren kleinen Highlights uns weiterhin auf diesem Weg begegneten und warum der Boden von Berlin auch in der Nacht leuchtet, erfahrt ihr im zweiten Teil unserer Sightseeing Tour durch Berlin.Vom Fernsehturm aus orientierten wir uns zuerst am Roten Rathaus, welches man von hieraus gut sehen konnte. Dazu ging es vorbei an der Marienkirche, dem Neptunbrunnen und natürlich dem Roten Rathaus, die sich alle an einem Platz und gleich hinter dem Fernsehturm befinden. Anschließend überquerten wir die Spree. Linker Hand befand sich hier einmal der Palast der Republik oder auch liebevoll „Erichs Lampenladen“ genannt, da dieses Gebäude mit unzähligen Lampen versehen war. Das Gebäude ist einer Freifläche gewichen, auf dem irgendwann einmal das Berliner Stadtschloss wiederentstehen soll. Rechter Hand sieht man den Berliner Dom und gleich daneben versteckt, dass DDR Museum, welches man sich eigentlich auch gut im ehemaligen Palast der Republik hätte vorstellen können. Den Berliner Dom kann man auf zwei Wegen besichtigen. Die Gottesdienste sind natürlich für jedermann frei und in diese gelangt man durch die hintere der beiden Türen, die sich auf der linken Seite des Domes befinden. Davor gibt es noch eine weitere Tür und auf der gegenüberliegenden Seite das dazugehörige Kassenhäuschen. Die Eintrittspreise lagen 2010 zwischen drei und fünf Euro. Kinder bis 14 Jahren in Begleitung von Erwachsenen kamen kostenfrei in den Dom. ![]() Der Berliner Dom Hinter dem Berliner Dom findet man die Museumsinsel. Allerdings sollte man für den Besuch der Museen mehrere Extratage einplanen. Alleine auf dieser kleinen Fläche befinden sich mehr als zehn interessante Ausstellungen zur Geschichte. Wir ließen uns aus diesem Grund auf keinen Besuch ein, auch wenn es des Öfteren in den Fingern kribbelte. Unser Weg führte uns hinter dem deutschen historischen Museum wieder zurück auf die Straße „Unter den Linden“. Neben dem Museum befindet sich auch die „Neue Wache“, eine weitere Sehenswürdigkeit. In diese gelangt man kostenfrei, wobei es sich hierbei nur noch um ein Denkmal handelt. Schräg gegenüber befindet sich die Staatsoper „Unter den Linden“ und gleich dahinter die Sankt Hedwigs Kathedrale. Die Kathedrale wirkt von Weiten wie eine Moschee und man könnte sie auch leicht damit verwechseln, wenn sich auf dieser nicht ein Kreuz befinden würde. Da sich die Sankt Hedwigs Kathedrale etwas im Hintergrund befindet, fällt der Besucheransturm in dieser sehr bescheiden aus. In der Kathedrale befand sich 2010 eine kleine Ausstellung über die Verfolgung von Würdenträger der Kirche durch das Naziregime. Eine Eintrittsgebühr wird im Vergleich zum Berliner Dom nicht fällig. Der Sankt Hedwigs Kathedrale sollte man jedoch auf jeden Fall einen Besuch abstatten. ![]() Im Inneren der Sankt Hedwigs Kathedrale Bis 12:30 fand hier ein Gottesdienst statt, den man selbstverständlich nicht stören durfte. Während des Gottesdienstes ist auch der untere Teil der Kathedrale abgesperrt. Wer die Sankt Hedwigs Kathedrale besuchen möchte, sollte deswegen außerhalb dieser Zeiten kommen. Die Kathedrale besitzt eine riesige Kuppel. Das Innere der Kathedrale ist eher schlicht gehalten. Unzählige Bilder oder „Götzen“ findet man in dieser nicht. Wir fanden die Kathedrale gerade deswegen beeindruckend, denn die Kuppel im Inneren wirkt bereits für sich alleine. Verlässt man die Sankt Hedwigs Kathedrale sollte man noch einmal einen kleinen Abstecher auf den vor der Kathedrale befindlichen Bebelplatz unternehmen. Auf diesem findet man mittig auf der rechten Seite eine in den Boden eingelassene verglaste Fläche. Sobald sich das Auge an den eigenartigen Anblick gewöhnen konnte, kann man von dieser Stelle aus in das Innere der neuen Räume der alten Bibliothek blicken. Wenn es dunkel wird, ist dieser unterirdische Raum beleuchtet und leichter zu entdecken. ![]() Brandenburger Tor in Berlin mit der Quadriga Wir gingen anschließend weiter „Unter den Linden“ in Richtung des Brandenburger Tors. Linker Hand findet man die russische Botschaft, die immer noch für sich wie ein kleines Fürstenhaus wirkt. Kurz davor ist das alte Aeroflotbüro, welches eher einen geschlossenen Eindruck vermittelt. In diesem Bereich bemerkt auch die größere Polizeipräsenz, die zur Bewachung der Botschaften eingesetzt ist. Dies wundert auch nicht, denn ringsherum um den Pariser Platz, dessen Abschluss das Brandenburger Tor bildet, befinden sich die neuen Gebäude der amerikanischen, französischen und britischen Botschaft. Das Brandenburger Tor wurde somit in den letzten Jahren komplett eingezäunt, was für mich ein starker Kontrast zu der Stelle vor zwanzig Jahren war. Zuvor verlief die Mauer an dieser Stelle genau hinter dem Brandenburger Tor und sämtliche Gebäude waren aufgrund der Sperrzone der DDR abgerissen wurden. Das Brandenburger Tor stand somit alleine und verlassen und für niemanden begehbar in der Landschaft. Berlin Sightseeing Tour - An einem Tag Berlin erleben auf einer größeren Karte anzeigen |
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