| Reisehighlights auf Malta |
| Geschrieben von: Ronny Siegel |
| Mittwoch, den 24. Februar 2010 um 16:38 Uhr |
Für viele Urlauber ist Malta eine Insel wie viele andere. Unzählige Touristen bevölkern im Sommer die Strände und füllen sich bei Sangria und anderen alkoholischen Getränken ab. Doch Malta bietet mehr, als nur Saufpartys und wilde Jetskifahrten. Die Insel ist überfüllt von Geschichte und Natursehenswürdigkeiten. Möchte man sich diese ansehen, bemerkt man sehr schnell, dies ist in einer Woche kaum zu bewältigen. Wer somit nach seinem Urlaub nicht feststellen möchte, die wichtigsten Höhepunkte verpasst zu haben, kommt um eine zünftige Urlaubsplanung nicht herum. Hier nun ein paar Anregungen, was man sich auf Malta ansehen kann.Popeye Village Die ehemalige Filmkulisse des Films über Popeye, befindet sich auch heute noch im Nordwesten der Insel Malta. Mehrere Menschen pilgern täglich an diesen Ort, um sich von Laiendarstellern bespaßen zu lassen. Diese präsentieren Szenen aus den Filmen und tanzen in wilder Disneymanie durch den kleinen Park. Besonders für Kinder ist dieser Ort ein Erlebnis, denn die bunten Häuser ziehen einen farblich in ihren Bann. Wem das nicht reicht, der kann sich zudem mit Popeye-Wein betrinken. Dieser wird kostenfrei zur Probe gereicht und wird sicherlich nicht jeden Geschmacksgaumen überzeugen können. An schönen Tagen gibt es zudem Bootstouren oder man kann sich an besonders heißen Tagen an einem Pool erfrischen und entspannen. Da die Anlage ursprünglich sehr klein war, wurde diese in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut. In einem Teil von Popeye Village kann man sich heute ansehen, wie die Weihnachtsgeschenke für das kommende Jahr hergestellt werden und was die Elfen noch so alles in ihrer Freizeit anstellen. Oberhalb der Filmkulisse entstanden zudem ein kleiner „Funpark“ und ein Indoorspielplatz, der allerdings nicht im Eintrittspreis inbegriffen ist. Die Eintrittspreise lagen 2010 bei 10,50 Euro für Erwachsene und sechs Euro für Kinder.
Fort Campbell Östlich der Stadt Mellieha befindet sich eine alte Festung, das Fort Campbell. Um zum Fort zu gelangen benötigt man allerdings gutes Schuhwerk oder ein Auto, denn die Anlage befindet sich knapp zwei Kilometer entfernt von der letzten Bushaltestelle. Wer Zeit und Lust auf einen kleinen Fußmarsch besitzt, sollte sich das Fort jedoch nicht entgehen lassen. Zum einen wird hierfür kein Eintritt verlangt und zum Zweiten kann man die alte Festungsanlage der Briten besichtigen, ohne von Ordnern und Aufsehern gestört zu werden. Dafür muss man aufpassen wohin man tritt, denn das Fort Campbell ist eine Ruine, die immer mehr verfällt. Des Weiteren sind die Räume teilweise zugemüllt und mit ausrangierten Möbelstücken versehen. Ab und zu findet man auch eine alte Tonne, die als Feuerstelle dient. Viele der Gebäude befinden sich einem miserablen Zustand und bei einigen dieser Gebäude empfiehlt es sich, diese nicht mehr zu betreten, da die Gefahr des Einsturzes von Decken oder Wandsegmenten besteht. Die restlichen Bauten die sich noch in einem einigermaßen guten Zustand befinden, erzählen dafür viel über die Geschichte des Fort Campbell. Man findet alte Eisenringe auf denen früher einmal die Kanonen verankert waren. Auch Mannschaftsräume und Munitionskammern kann man noch besichtigen. Bei einigen Räumen muss man rätseln, für was diese genutzt wurden. An ehemaligen Beobachtungspunkten füllt man sich in der Zeit zurückversetzt und erahnt allmählich, welche Bedeutung Fort Campbell für die Briten besaß.
Mdina Gleich neben der Stadt Rabat, befindet sich die ehemalige Hauptstadt von Malta Mdina, bei der es sich wahrscheinlich um die schönste Stadt von Malta handelt. Unzählige kleine enge Gassen verwinkeln die Stadt und lassen einen schnell die Orientierung verlieren. Durch diese Gassen huschen immer wieder Frauen in Kleidern aus dem 18.Jahrhundert. Natürlich handelt es sich hierbei nicht um die Einwohner der Stadt, sondern um Promoter, welche die Touristen in eine der vielen Mdina-Shows locken wollen. Neben der interessanten Baustruktur bietet Mdina den besten Ausblick auf die Ebene von Malta. Von hier aus kann man den kompletten Nordteil der Insel überblicken und besonders bei Dunkelheit erleuchte dieser Teil in einem intensiven Lichtermeer.
Dom von Mosta Mit großer Wahrscheinlichkeit kann man den Dom von Mosta nur vormittags besichtigen. Als wir gegen 11:30 Uhr am Dom eintrafen, blieben uns nur wenige Minuten, um einen Blick in das Innere zu werfen. Bereits zwanzig Minuten später wurden wir aufgefordert den Dom zu verlassen. Es ist aus diesem Grund empfehlenswert, wenn man eine längere Besichtigungszeit einplant, möglichst zeitig den Dom aufzusuchen. Das Innere des Doms ist für sich überwältigend. Die riesige Kuppel soll die drittgrößte freitragende Kuppel auf der Erde sein. Zudem ist der Dom komplett mit den Figuren von Heiligen und alter griechischer Gelehrten verziert. Fotografieren ist im Dom erlaubt, auch wenn man am Eingang darauf hingewiesen wird, dass es sich bei dem Dom immer noch um eine religiöse und keine touristische Stätte handelt. Deswegen darf man den Dom auch nur in ordnungsgemäßer Kleidung betreten und sollte diesen nicht in Badeschuhen und knapper Körperbegleitung aufsuchen.
Dingli Klippen Im Süden der Insel befinden sich die Dingli Cliffs, ein Gebiet in dem man eine Steilküste vermutet. Jedoch sind die Klippen eher felsiges Gelände, welches man an bestimmen Stellen sogar hinabklettern kann. Ein Besuch lohnt sich allemal, da diese Gegend eine schöne Naturlandschaft ist und man hier bei guten Winden Paragleiter beobachten kann. Direkt an den Klippen gibt es zudem ein Restaurant in dem man gut speist. Vor dem Restaurant befindet sich die Bushaltestelle, von der man manchmal denkt, diese sei nur zur Zierte vorhanden. Da die Dingli Cliffs von den meisten Maltesern mit dem Auto aufgesucht werden und nur Touristen den Weg hier hinaus mit dem Bus wagen, wundert es nicht, wenn Busse einfach ausfallen und nicht wie vorgesehen am Haltepunkt eintreffen. Deswegen ist es ratsam von hier aus zurück zum Ort Dingli zu spazieren, der sich knapp einen Kilometer von den Dingli Klippen entfernt befindet. Von dort aus fahren die Busse wieder öfters und regelmäßiger. Zudem sollte man die Dingli Klippen wirklich nur beim schönen Wetter besuchen, da es an der Südseite doch etwas windig werden kann.
Blaue Grotte Einen Ausflug mit den Booten zur „Blue Grotto“, die sich im Süden befindet, ist in den Wintermonaten ein Glückstreffer. Die Boote fahren nur bei absolut ruhiger See. Schon bei den geringsten Winden bleiben sie im Hafen vor Anker liegen. Dies verwundert auch nicht, wenn man sich bemüht die Blaue Grotte zu Fuß zu besichtigen. Kommt man dort an, sieht man die Gefahr, welche durch die Meeresbewegung droht. Zu eng sind die Gänge in die Grotte und sobald sich das Meer etwas aufwölbt, bricht sich das Wasser in einigen Metern Höhe an den Wänden der „Blue Grotto“. Sofern man an einen dieser unglücklichen Tage bei der Grotte eintrifft, lohnt sich eine kleine Felsenkletterei in Richtung der Grotte. Von mehreren Standorten aus, erhält man einen schönen Blick auf die Blaue Grotte, muss aber auf die Erkundung des Inneren verzichten. Auch auf den Felsen rund um die Grotte fällt eins wieder auf, die Malteser nehmen es mit der Ordnung nicht allzu ernst. Unzählige Plastikflaschen bevölkern den nackten Felsen und zeugen von den Ansammlungen von Menschen, die an dieser Stelle den Sonnenaufgang genossen.
Die Geschichte vom Taxifahrer Auf meiner letzten Tour nach Malta, fuhr ich zweimal zur blauen Grotte, immer mit der Hoffnung, die See ist an diesem Tag ruhiger. Nachdem ich die Blaue Grotte wieder verließ und an der Bushaltestelle auf meinen Bus wartete, begegnete mir an beiden Tagen ein Taxifahrer, der mir zweimal dieselbe Geschichte auftischte. Er bot mir an, mich für „nur“ fünfzehn Euro in den nächsten Ort zu bringen, der knapp zwei Kilometer von der Blauen Grotte entfernt liegt. Als ich nicht gleich auf dieses Angebot reagierte, handelte er sich selber auf fünf Euro hinunter und erklärte mir, wie schlecht die Busse in dieser Gegend fahren. Ich müsste noch mindestens eine Stunde auf den nächsten Bus warten und da wäre es doch besser im nächsten Ort, wo sich ein kleiner Busbahnhof befindet, mit einen der dort befindlichen Busse zu fahren. Natürlich erinnerte er sich nicht daran, wie er mir dieselbe Geschichte schon einmal erzählte und ich bewunderte ihn nur für seine Geschäftlichkeit. Bei den Taxis auf Malta sollte man allerdings Vorsicht walten lassen. Als ich in einem Taxi fuhr, viel mir ein Hinweisschild auf, auf dem die Kilometerpreise standen. So beträgt der Kilometerpreis für die ersten zehn Kilometer 1,64 Euro. Ab zwanzig Kilometer sinkt dieser auf unter einem Euro. Bei meinen Verhandlungen mit Taxifahrern, kam ich letztendlich immer auf einem Preis von über zwei Euro pro Kilometer. Akzeptiert man diese Preise nicht, dann wollen die Taxifahrer auch nicht fahren, denn an die vorgegebenen Preise hält sich auf Malta keiner der Fahrer. |
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