Letztes Wochenende war es mal wieder soweit. Das schöne Wetter lockte nicht nur mich nach draußen, sondern auch unzählige andere Menschen. Dementsprechend mager waren auch die Zugriffszahlen auf ploync, was mich jedoch nicht störte. Dafür gab es mal wieder eine schöne Tour durch die Sächsische Schweiz, welche sich auch bedingt für Kinder eignet, immer vorausgesetzt man ist schwindelfrei und gerät nicht gleich in Panik, wenn die Kleinen mal dem Abgrund nahe sind. Die Tour führte mich nämlich auf engen Bergpfaden fernab der Wanderwege in das Gebiet der Schrammsteine.
Wenn ich in die Sächsische Schweiz starte, lautet für mich die Devise, so zeitig wie möglich. Auch wenn mir meine Freunde immer wieder einen Vogel zeigen, bereue ich das verhältnismäßig zeitige Aufstehen am Wochenende überhaupt nicht. Spätestens acht Uhr starte ich los, damit ich gegen neun Uhr an meinem Ziel im Elbsandsteingebirge bin. Der Grund dafür ist einfach und hat nichts mit Selbstkasteiung zu tun, sondern ist eher darin zu finden, dass ab zehn Uhr die Parkplatzsuche in der Sächsischen Schweiz zur Tortour wird. Bis dahin kann man aus allen verfügbaren Parkgelegenheiten, diejenige frei wählen, welche einen am Besten gefällt.
Diese Tour startete ich in Schmilka, welches gleich neben der Tschechischen Grenze liegt. Von dort aus ging es hinein in die Berge. Wer die Tour selbständig beschreiten möchte, der sollte ab Schmilka zuerst dem grünen Strich und anschließend dem gelben Strich immer geradeaus auf der asphaltierten Straße folgen. Irgendwann erscheint ein Hinweisschild auf dem der gelbe Strich zur Heiligen Stiege verweist. Ab hier folgt man dem grünen Punkt, nicht zu verwechseln mit dem amerikanischen Privatunternehmen, welches von deutschen Steuergeldern gestützt wird.
Vor der nächsten Kehre führt ein kleiner Bergpfad rechts weg. Ein Schild benennt auch das Ziel, die Rotkehlchenstiege. Ab hier geht es auf sanften zurückfedernden Waldboden tiefer in den Wald hinein. Linker Hand sieht man bereits das Felsmassiv, welches man in naher Zukunft erreichen wird. Ein paar Treppen sind dann letztendlich der Einstieg. Anschließend klettert man behutsam die Felsen hinauf. Eisenhalterungen weisen einen hierbei den Weg, die ab und zu auch von Nöten sind. Sobald man das erste Plateau erreicht hat, findet man weitere Markierungen. Der krönende Abschluss dieser Stiege ist eine Felswand, die mit wenigen Tritten versehen ist und einen steil auf die Schrammsteine hinaufbugsiert.
Einmal oben angekommen, kann man jetzt auf einen der Hauptwege zurückkehren, sofern man ein Fan einer menschlichen Autobahn ist. Hält man sich jedoch linker Hand des Weges und folgt dem Bergpfad, kommt man bereits nach wenigen Metern an eine Stelle in der in der Wand noch alte Eisenverankerungen zu finden sind. Früher schien an dieser Stelle einmal ein Stahlseil befestigt gewesen zu sein. Warum dieses entfernt wurde, ist mir unbekannt. Jedoch sind die Eisenreste ein guter Hinweis dafür, es ist der richtige Weg.
Der Bergpfad umrundet den Großvaterstuhl und geleitet einen hinüber zu den Kelchsteinen. Anschließend kann man noch die Pausohenspitze umgehen und gelangt am Ende wieder auf den Schrammsteinweg. Von hier aus steigt man die Treppen hinab und befindet sich erneut auf dem ursprünglichen Wanderweg mit dem grünen Punkt. Geht man jetzt zurück in Richtung Schmilka, dürfte man für diese Tour rund drei Stunden benötigt haben, sofern man nicht unzählige Pausen einschob. Die Gesamtstrecke ist rund sechs Kilometer lang.

Zum Beginn führt eine asphaltierte Straße durch Schmilka in die Sächsische Schweiz.

Die ersten Wegweise zeigen uns wo es lang geht.

Manchmal laden Bänke zum Verweilen ein. Ab hier geht es links weiter.

Diesen Wegweiser sollte man nicht übersehen. Rechts davon führt der Pfad zur Rotkehlchenstiege.

Endlich Waldboden unter den Füßen.

Der Großvaterstuhl ragt bereits imposant hinter den Bäumen hervor.

Diese Stufen sind der Einstieg zur Rotkehlchenstiege.

Gigantische Felsformationen. Die Sächsische Schweiz ist ein wahres Kletterparadies.

Der Großvaterstuhl und im Hintergrund auf der linken Bildhälfte die Kaiserkrone auf der anderen Elbseite.

Nach den ersten Höhenmetern geht es für kurze Zeit auf Holzstufen weiter.

Nur noch wenige Meter bis zum höchsten Punkt. Ab hier sollte man sich gut festhalten.

Endlich oben angekommen. Der Weg führt zurück auf den Schrammsteinweg. Linker Hand gelangt man zu dem Bergpfad

Auf dem Bergpfad sind die gefährlichsten Stellen mit solchen Eisenklammern gesichert.

Irgendwo da untern befindet sich der Einstieg der Rotkehlchenstiege.

Der Bergpfad ist eine wahre Freude für Naturfreaks.

Immer wieder entdeckt man herrliche Felsformationen.

Ab hier geht es dann wieder bergab und zurück nach Schmilka. Wer jedoch noch Lust auf einen weiteren Wegabschnitt verspürt, kann auch den Schrammsteinweg hinüber zu den Aussichtsplattformen wandern.
