Es ist immer noch dasselbe leidliche Thema. Voller Euphorie begibt man sich in die „wunderschöne“ Welt von Facebook, stellt nach kurzer Zeit fest „Das ist dann doch nichts für mich“, löscht seinen Account und erhält fleißig weitere Mails, Freundschaftsanfragen und Statusmeldungen von Facebook. Facebook scheint sich förmlich in das eigene Leben reingefressen zu haben. Ein Entkommen scheint unmöglich. Doch mit diesen einfachen Tricks kann man dafür sorgen, die Neugierde von Facebook zu zügeln.
Beachtet man die folgenden drei Punkte, kann man mit ziemlicher Sicherheit seine Privatsphäre behalten, auch bei Nutzung von Facebook. Der Grund für die Sorge zur eigenen Privatsphäre ist die Sammelwut von Informationen von Nutzern von Facebook durch Facebook. Was man jedoch bei Facebook macht, wird so oder so von Facebook registriert. Allerdings verfolgt Facebook mit Hilfe von Cookies zusätzlich noch was man als Nutzer sonst noch so im Web treibt. Wenn man jedoch auf die Nutzung von Facebook nicht verzichten möchte (oder kann), aber sonstige Informationen an Facebook nicht weitergeben möchte, dann sollte man dies bereits bei der Anmeldung beachten.
1. Bei der Anmeldung bei Facebook verwende niemals eine existierende Mailadresse!
Wer immer noch kein Facebook-Account besitzt (oder sich mit einem Zweiten anmelden möchte), sollte sich mit einer Mailadresse anmelden, die bisher niemanden bekannt ist. Diese Mailadresse sollte nur für Facebook erstellt und für die Anmeldung von Facebook verwendet werden. Hierfür kann man einen der unzähligen Anbieter nutzen, bei denen man ein kostenfreies E-Mail Konto erstellen kann. Hier eine kleine Auswahl von freien Anbietern:

2. Bei der Nutzung von Facebook verwende immer einen anderen Browser!
Als Nächstes sollte man sich einen neuen Browser auf dem Rechner installieren, mit dem man in Zukunft Facebook verwenden wird. Wohlgemerkt, Facebook sollte man in Zukunft nur mit diesem Browser verwenden. Dadurch verhindert man, dass die Cookies von Facebook Informationen über das eigen Surfverhalten an Facebook übertragen. Der Grund: Die Cookies sind immer im jeweiligen Browser hinterlegt (außer Internet Explorer, dort liegen die Cookies im Systemordner) und übertragen von dort aus die Informationen an Facebook. Surft man mit einem separaten Browser auf Facebook, werden in dem Browser die Facebook-Cookies abgespeichert. Wechselt man anschließend für die anderen Netzaktivitäten auf einen anderen Browser, dann kann Facebook diese nicht mehr verfolgen. Hier eine noch eine kleine Auswahl von kostenfreien Browsern, die man verwenden kann:

3. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – Cookies kontrollieren!
Auch wenn ich die beiden vorangegangenen Punkte über mehrere Wochen getestet habe und dies funktionierte, sollte man sich zukünftig nicht darauf verlassen, dass dies so bleibt. Deswegen sollte man auch in Zukunft kontrollieren, dass Facebook nur dort Cookies abspeichert, wo man dies auch möchte. Eine Anleitung wie man die Cookies in den einzelnen Browsern findet, gibt es an dieser Stelle: Cookies schnell und einfach löschen.
Und was ist mit Like-Buttons („Gefällt mir“-Buttons) auf Webseiten?
Die Like-Buttons auf fremden Webseite interagieren nur mit dem eigene Profil, wenn man über den Browser bei Facebook angemeldet ist. Ich gehe aber auch davon aus, dass abgespeicherte Cookies von Facebook ebenfalls mit Facebook kommunizieren können, sobald diese einen Like-Button entdecken, auch wenn man nicht bei Facebook angemeldet ist. (wenn dies technisch nicht möglich ist, bitte kommentiert dies)
Was jedoch mit Sicherheit nicht passiert ist, das Facebook einen Cookie abspeichert nur weil man eine Webseite besucht auf der sich ein Like-Button befindet. Wenn man eine Seite trotzdem „liken“ möchte, dann sollte man diese in den Browser kopieren, mit dem man eh Facebook nutzt und die Webseite von dort aus „liken“. (ist zwar etwas umständlich, erhöht aber die Privatsphäre ungemein)
Bildquellen by Flickr.com: Keri J, Jason Mrachina, opensource.com

wie kann ich mein derzeitiges konto die gesperrt wurde wieder freischalten? :s
"verwende niemals eine existierende Mailadresse" . Das kann ich jetzt leider nicht nachvollziehen. Leider steht diese Empfehlung ohne eine Herleitung. Es wäre nett eine Grund für diese Empfehlung zu nennen. mfg. s.
@s: Sehr gerne. Die meisten E-Mail Adressen sind mit einem bestehenden Mailpostfach verknüpft, unter dem sich auch Adressen und weitere Mailadressen verbergen. Würde man mit diesen Konten den Freundefinder nutzen, würde Facebook die Daten aus den Konten herauslesen.
Richtet man sich dagegen eine neue Mailadresse ein, minimiert man das Risiko, dass Facebook auch noch an weitere Daten gelangt. Natürlich kann man auch den Freundefinder ignorieren. Doch wie wir wissen, klicken unbedarfte Nutzer irgendwann immer auf diesen Button.
Ich finde es gut das es Fagebook