| Macht Euch nackig! Facebook AGB trotz Verbesserungen extrem gefährlich. Schützen Sie Ihre Daten jetzt! |
| Geschrieben von: Jens |
| Freitag, den 23. Juli 2010 um 05:02 Uhr |
Facebook liebt Sie. Ich übertreibe nicht. Mark möchte alles über Sie, Sie und Sie ganz genau wissen. Wie anders als mit unendlich großer Zuneigung und Menschenliebe ist sein Wissendurst zu erklären? Er ist sogar so freundlich und speichert Ihre Daten bis in alle Ewigkeit auf seinen Serverfarmen. So weiß auch Ihr Urenkel einmal ganz genau, welche Jugendsünden sie fotografisch festgehalten haben. Ach, Sie wussten das nicht? Ich bis jetzt auch nicht. Vielleicht ist es aber auch gar nicht so schlimm.Ein Ploync Leser machte mich auf Grund eines Artikels über Datenschutzprobleme bei Facebook kürzlich darauf aufmerksam, dass die Bedingungen des Social Network doch ein interessanter Lesestoff seien. Stimmt, auch ich habe sie nie gelesen. Dabei hört man in letzter Zeit so viel darüber. Sie sollen Teufelswerk sein. Ist das denn wirklich wahr?Die Facebook Bedingungen sind, wie es sein sollte, auch für nichtregistrierte Internetnutzer ohne weiteres abrufbar. Von den eigentliche Bedingungen selbst (Impressum und Nutzungsbedingungen Facebook) gibt es dann Verlinkungen, die bei konsequentem Vorgehen auch gelesen werden sollten. Eine Unmenge an Informationen. In diesem Bericht seien deshalb die elementar wichtigsten Punkte angesprochen. Im Zeitalter des Informationsüberflusses ist klar, kaum jemand wird sich die Bedingungen einmal näher angesehen haben. Deshalb ist es wichtig, sich einmal kurz damit zu beschäftigen. Bedingungen in den Bedingungen nicht immer lesbar Fängt man mit dem Lesen der Bedingungen an, beginnen die Schwierigkeiten dann doch recht schnell. Man nimmt beispielsweise recht früh Bezug auf spezielle technische Verfahren wie die „Privatspähreeinstellungen“ und die „Anwendungseinstellungen“. Möchte man es genau wissen und nachlesen um was es sich dabei handelt, ist das nur mit einem aktiven Facebook Konto möglich. Das ist einerseits sinnvoll, denn die Links führen direkt zu den persönlichen Einstellungen. Auf der anderen Seite erfährt der Interessent nicht, was hinter den genannten Begriffen genau steckt. ![]() Peinlich für Facebook ist besonders, wenn angegebene Links mit Informationen nicht funktionieren. Hier werden Nutzer wie Interessent also wichtige Infos wirklich vorenthalten. So passiert, wenn man am unteren Ende der Bedingungen auf den Link zu den Informationen bezüglich Drittanwendungen gelangen möchte. Wäre es nicht überaus interessant zu erfahren, was "FarmVille" und die vielen anderen kleinen Programme auf Facebook gedenken, mit den gesammelten Informationen anfangen zu dürfen? ![]()
Meine Filme, Fotos und Daten gehören Facebook Sicher einer der ganz umstrittenen Punkte in den Facebook Bedingungen, ist die Vereinnahmung von persönlichen Material durch Facebook (Punkt 2). Stelle ich zum Beispiel Fotos bei Facebook ein, so erteile ich dem Unternehmen die unbeschränkte Erlaubnis, diese Fotos beliebig zu verwerten, weiterzugeben und auch Gewinne damit zu erzielen. Denn eine kommerzielle Nutzung wird nicht ausgeschlossen. Einen Anspruch auf Entschädigung oder eine Gewinnbeteiligung hat der Facebook User nicht. Die Partyfotos von Lieschen Müller sollten Herrn Zuckerberg wohl kaum interessieren. Wenn ein Fotokünstler jedoch seine Werke über Facebook zugänglich macht, kann das für ihn geschäftliche Konsequenzen haben. Da seine Arbeiten vielleicht schon von anderer Seite kommerziell vertrieben werden. Auch ein einfaches Entfernen der entsprechenden Daten ist nicht zielführend. Wurden Sie schon von anderen Facebook Nutzern verlinkt, ist ein vollständiges Löschen nicht mehr möglich. Verhindern kann man das freilich indem man die Einstellungen beim Teilen stark beschränkt. Seine Werke beispielsweise nur Freunden zugänglich macht. Damit ist der Gedanke des freien Austausches allerdings wieder ad absurdum geführt. Zum Vergrößern bitte anklicken
![]() Der Nutzer als unfreiwillige Werbeikone Passt der Facebook User nicht auf, wird er schnell vor den Augen seiner Freunde zur Werbeplattform umfunktioniert. Ich selbst erblickte auf meiner Seite schon eine Anzeige, in welcher mir ein Freund ein kosmetisches Produkt empfahl. Sicherlich hat er das nicht gewollt, sondern aus Verspieltheit auf einen Link geklickt. Mal ehrlich, wollen Sie sich bei Ihren Freunden freiwillig zum Sprachrohr der Industrie für deren Produkte machen? Zum Glück kann man diese Funktion in seinen Privatsphäreeinstellungen deaktivieren. Geregelt ist das Ganze in Punkt 10 der Nutzungsbedingungen. Zum Vergrößern bitte anklicken
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