| Das alte Dresden – Bilder von früher aus den 70ern im Vergleich zu heute |
| Geschrieben von: Ronny Siegel |
| Mittwoch, den 24. August 2011 um 00:00 Uhr |
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Blick vom KönigsuferDie erste Aufnahme, die mir in die Hände fiel, war eine Aufnahme vom Königsufer mit Blick zur Carolabrücke. An dieser Stelle finden heute in den Sommermonaten die „Filmnächte am Elbufer“ statt. Früher war die Gegend eher Brachland mit einer ausgedehnten grünen Wiese, die im Sommer von den Dresdnern belagert wurde.
Das Rundkino in Dresden – früher und heuteDas nächste Bild war schon etwas komplizierter zu identifizieren. Was man auf dem Bild sieht, ist ein runder Bau, der auf das Rundkino hindeutet. Es gibt in Dresden kein anderes Gebäude, welches diese markante Form besitzt. Nur die Position konnte man nicht hundertprozentig genau bestimmen. Der Grund dafür sind die fehlenden Häuser, die heute das Rundkino komplett verdecken und sich an der St. Petersburger Straße befinden.
Die Kreuzkirche am AltmarktDie Kreuzkirche in Dresden am Altmarkt ist die bekannteste Kirche in Dresden. Zu DDR-Zeiten und noch rund 20 Jahre danach stand diese Kirche frei. Nach der Wende verschwanden jedoch die Parkplätze, die auf dem alten Foto noch gut zu erkennen sind. Heute ist die Kreuzkirche von allen Seiten zugebaut und es ist unmöglich von derselben Stelle aus, wie in den 70ern, noch ein Foto von der Kreuzkirche zu schießen.
Die alte Webergasse in DresdenAuch das nächste Bild werden nur noch alt eingesessene Dresdner kennen. Die Webergasse war früher einmal eine Einkaufspassage in Dresden, mit zahlreichen Geschäften. An der Stelle befindet sich heute die Altmarktgalerie, welche die ehemalige Einkaufspassage komplett überzieht. Wäre das Foto an dem ehemaligen Standort entstanden, hätte man das Innere der Altmarktgalerie fotografieren müssen.
Der Doktor-Külz-Ring in Dresden in den 70ernSieht man sich das folgende Foto etwas genauer an, sieht man im rechten Teil des Fotos ein kleines flaches Gebäude. Diesen existiert auch heute noch und beherbergt ein Zeitungsgeschäft, einen Eisladen und eine Infostelle der Dresdner Verkehrsbetriebe. Hier, vom Doktor-Külz-Ring, konnte man früher das Rundkino sehen, welche sich im Hintergrund befindet. Seit Mitte der 90ziger wird dieser Blick durch das neue Karstadt verstellt.
Die Prager Straße mit Blick aufs RundkinoDie letzten beiden Bilder stammen von der Prager Straße. Auf dem ersten Bild sieht man noch die alte Anordnung der Springbrunnen auf der Prager Straße und auch an dieser Stelle wieder das markante Gebäude des Dresdner Rundkinos. Bis in die 90er hinein konnte man das Rundkino von nahezu allen Seiten sehr gut sehen. Ebenfalls auf dem Foto aus den 70ern ist die Kreuzkirche zu erkennen, die sich im Hintergrund befindet. Die Stelle neben dem Rundkino war aufgrund der Freifläche, auf der sich allerlei Müll ansammelte, ein einziger Schandfleck. Auch heute ist diese Fläche, auch wenn sie zum Teil bebaut ist, immer noch einer der Gegenden in der Dresdner Innenstadt, bei der man sich fragt, was die Stadtplaner wohl in den nächsten Jahren planen werden, um diese Einöde zu beleben.
Das Arbeiterdenkmal auf der Prager Straße in DresdenAuf dem kommenden Bild sieht man etwas, was bereits wenige Monate nach dem Zusammenbruch der DDR aus dem Stadtbild verschwand. Dabei handelt es sich um das ehemalige Arbeiterdenkmal, auf denen Thälmann, Lenin und Marx, Seit an Seit, für den „Wohlstand der Arbeiterschaft“ eintreten. Heute befindet sich an dieser Stelle ein Dresdner „Highlight“, eine Baugrube, die dem Dresdner ein Dorn im Auge ist und für die Stadtregierung immer wieder für Gespött sorgt. Was einmal an dieser Stelle entstehen soll, darüber streiten sich die Stadtväter. Aber vor einem Jahr, zum ersten April, gab es eine findige wie auch geniale Idee. Um die Kosten für das ständige Abpumpen des eindringenden Wassers zukünftig zu sparen, könnte an dieser Stelle ein riesiges Schwimmbecken entstehen, welches die Innenstadt beleben würde, so die Idee der Scherzbolde.
Update 27.09.2011 Ein paar weitere Bilder sind unterdessen eingetroffen. Zu sehen ist erneut die Prager Straße. Diesmal mit geradem Blick zum Kulturpalast, der bis in die 90er frei war. Und als zweites Bild sieht man die Ruinen der Frauenkirche. Bei Bilder stammen vom Beginn der 70er.
PS: Wer weitere Bilder in seinem privaten Bilderarchiv findet und diese gerne zur Verfügung stellen möchte, kann mir gerne eine Mail mit den Bildern im Anhang zusenden. Ich würde mich freuen und stehe bei Fragen selbstverständlich zur Verfügung. |
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Ich bin über Google und die Suchbegriffe "Kreuzkirche Dresden zugebaut" auf Ihre Seite gelangt. Ich finde es sehr traurig, dass die Kreuzkirche so extrem vom Altmarkt "weggedrückt" wird. Ich finde diese Kirche viel schöner als die Frauenkirche und verbinde mit ihr schöne Erlebnisse. Für mich ist sie der heimliche Star Dresdens, doch die meisten Besucher wollen leider nur die Frauenkirche sehen. Dass jetzt noch dieses Hotel direkt davor gebaut wurde ist ein Unding.