| Die Vermögensblase - das Ende unserer Demokratie? |
| Geschrieben von: Ronny Siegel |
| Dienstag, den 10. Januar 2012 um 00:00 Uhr |
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Mit genügend verfügbaren Geld, kann man Wachstum erzeugenNicht viel hatte sich im Finanzkrisenjahr 2011 geändert. Die Auftragsbücher der Unternehmen waren gut gefüllt und von der angekündigten Wirtschaftskrise fehlte jede Spur. Dies gilt zu mindestens hierzulande, in Deutschland. Einer der Gründe, warum die Krise in dieser Form in Deutschland nicht zu schlug, ist die massive Ausweitung der Finanzmittel durch die EZB (europäische Zentralbank). Diese Bank, welche als Bank eigentlich nicht bezeichnet werden dürfte, ist für die Steuerung unserer Wirtschaft von entscheidender Bedeutung. Da die EZB die Geldhoheit besitzt, trägt sie für Aufschwung und Wirtschaftsflauten massiv bei. Wie muss man sich dies vorstellen? Ob es einer Wirtschaft gut oder schlecht geht, hängt ist erster Linie davon ab, inwieweit liquide Mittel zur Verfügung stehen. Unser Geldsystem greift hierzu auf einen einfachen, wie auch genialen, Mechanismus zurück. Anstatt sich an materielle Dinge, wie zum Beispiel Gold, zu binden, schafft man einfach aus dem “Nichts” diese Mittel, wenn diese benötigt werden. Geld ist genügend verfügbar, nur eben nicht bei der breiten MasseDie EZB stellt derzeit diese finanziellen Mittel in Form von Krediten ausreichend zur Verfügung. Problematisch ist nur, diese finanziellen Mittel werden indirekt denjenigen zur Verfügung gestellt, welche bereits über genügend finanzielle Mittel verfügen. Ein großer Teil der Mittel der EZB dient heute dazu, die Zinsen von Staatsanleihen schuldengeplagter Länder niedrig zu halten. Mit den geschaffenen Geldern werden Staatsanleihen von der EZB erworben. Die erhaltenen Gelder für die Staatsanleihen dienen im Anschluss jedoch nicht dazu den Staat zu finanzieren, sondern andere fällige Staatsanleihen, also Kredite, auszahlen zu können. Über diesen Weg findet ein Vermögenstransfer statt, welcher dazu beiträgt die Vermögen der Kreditgeber weiter anwachsen zu lassen. Was jedoch geschieht wenn irgendwo etwas ungebremst wächst, haben wir zuletzt bei der Finanzkrise 2008 erleben dürfen. Es entsteht eine Blase, die irgendwann platzen wird. Das Platzen einer Vermögensblase hätte katastrophale FolgenDie Folgen des Platzen der Blase sehen wir spätestens immer dann, wenn mal wieder ein Rettungspaket für ein notleidendes Land geschnürt werden muss. Allerdings sieht man derzeit keinerlei Bemühungen von staatlicher Seite, welche die Situation mittelfristig entschärfen könnte. Denn dafür wäre es notwendig Entscheidungen zu fällen, die eine Umverteilung der Vermögen und damit das Schnmelzen der entstehenden Blase zum Ziel hätte. Statt dessen versuchen die notleidenden Staaten mit Sparpaketen dem Problem zu begegnen. Dabei steht außer Diskussion, dass bei einem defizären Haushalt alle Ausgaben auf den Prüfstand kommen sollten. Wenn da nicht das Gefühl wäre, dass immer an der falschen Stelle gespart wird. Was könnte man aber tun, um dieses Problem in den Griff zu bekommen? Ein Blick in die Geschichte gibt uns eine Antwort darauf. Wir wissen heute was geschieht wenn die Menschen mehr und mehr das Gefühl haben: Diese Welt sei ungerecht. (man denke dabei nur an die nationalen Bestrebungen in den USA und Deutschland während der letzten Weltwirtschaftskrise von 1929) Wir wissen wie man diesen Problemen begegnen kann (der New Deal in den USA mit hohen Steuern und umfangreichen Sozialprogrammen sorgte für eine Entschärfung der Krise) Nur scheinbar haben es diejenigen vergessen, die diese Entscheidungen treffen müssten. Noch befindet sich Deutschland nicht in der Situation wie Länder wie Griechenland oder Spanien. Noch existiert hierzulande ein vermögender Mittelstand, dass Rückgrat jeder gesunden Demokratie. Schwindet dieser jedoch weiter stehen uns auch hierzulande noch harte Zeiten bevor. Bildquelle Startbild Flickr.com by Jacalyn Engler |
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