| Doku: Comrades in Dreams – Leinwandfieber |
| Geschrieben von: Ronny Siegel |
| Sonntag, den 11. Oktober 2009 um 14:53 Uhr |
Was kann es interessanteres für einen Cineasten geben, als einen Film, welcher sich mit anderen Cineasten beschäftigt und erzählt wie diese in ihren Ländern den Film ans Publikum bringen. „Comrades in Dreams – Leinwandfieber“ ist die Geschichte von vier verschiedenen Orten auf unseren Planeten an dem man Kino erleben kann. Gleichzeitig ist dies auch die Geschichte von vier Menschen und ihr Leben für das Kino.In Leinwandfieber erfährt man wie Penny aus den USA ein Kino betreibt, welches in einer alten Scheune untergebracht ist und wenn sie nicht so viele freiwillige Helfer für ihr Kino hätte, dass es dann in dem Ort kein Kino gäbe. Auch hört man etwas über das Leben von Lassane, Luc und Zakaria aus Burkina Faso, einem Land im Westen von Afrika das hierzulande so bekannt ist, wie Albanien für die Amerikaner. Lassane, Luc und Zakaria betreiben dort ein Kino, welches kein Dach besitzt und dessen Sitzbänke aus Stein bestehen. Viel besser sieht es bei Anup in Indien auch nicht aus. Seine Besucher müssen komplett auf Stühle verzichten und dürfen sich gleich auf den Boden hinsetzen oder irgendwo auf den Querverstrebungen seines Kinozeltes Platz nehmen. Obwohl er eigentlich Arzt oder Ingenieur werden sollte, entschied er sich für das jetzige Leben und betreibt ein Zeltkino für tausende von Menschen, mit dem er durch Indien reist. Mit ganz anderen Problemen hat dagegen Han Yong Sil aus Nordkorea zu kämpfen. Ihre Lebensaufgabe sieht sie in der Vorführung von Filmen für ihre Genossen, damit diese einen besseren Ertrag in der Kolchose erzielen können. „Comrades in Dreams – Leinwandfieber“, ist eine Dokumentation in der man einfach Abtauchen kann und etwas über das Leben aus Ländern erfährt, von denen man ansonsten keine oder nur die üblichen Nachrichten erhält. Besonders interessant sind die Bedingungen unter den die Betreiber ihre Kinos führen und an vielen Stellen muss man mit den Akteuren über Episoden lächeln die diese erlebten, wie zum Beispiel warum der Film Titanic in Indien ein Flop werden würde. Besonders hervorzuheben ist, dass der Film kein Frage-Antwort Spiel beinhaltet, sondern die Betreiber der Kinos einfach zu Wort kommen lässt. Die endgültige Wertung der ausgesprochenen Äußerungen, bleibt somit dem Zuschauer überlassen.
Originaltitel: Comrades in Dreams - Leinwandfieber |
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