| Historienfilm: Jodhaa Akbar – Monumentales Werk aus Bollywood |
| Geschrieben von: Ronny Siegel |
| Dienstag, den 06. Oktober 2009 um 18:43 Uhr |
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Für viele Europäer ist die Geschichte und die Entwicklungen in Indien ein Buch mit sieben Siegeln. Und auch wenn die geschichtlichen Fakten in „Jodhaa Akbar“ nur eine Randrolle spielen, trägt der Film jedoch ganz gut zum Erstverständnis der Geschehnisse in Indien im 16.Jahnrhundert bei, welche für grundlegende Veränderungen im Land verantwortlich waren. Der Film handelt in erste Linie allerdings von der Prinzessin Jodhaa, welche gegen ihren Willen zu einer Ehe gezwungen wurde. Diese Person der Prinzessin ist ein geschichtlich nicht belegter Charakter. Jedoch wissen Historiker, dass Jalaluddin Muhammad Akbar mit mehreren Frauen verheiratet war, welche der hinduistischen Glaubensrichtung angehörten. Jalaluddin Muhammad Akbar war selber bekennender Muslime. Im Film werden unter anderem kleine geschichtliche Fakten mit eingestreut. So stellt die Prinzessin zwei Bedingungen, bevor sie einwilligt Jalaluddin Muhammad Akbar zu heiraten. Diese werden von ihm erfüllt und ermöglichen der Bevölkerung in dem von ihm beherrschten Teilen Indiens die Ausübung der Religionsfreiheit. Der Film besticht zudem durch schöne filmische Aufnahmen und Einstellungen. Leider steht die Liebesgeschichte der Beiden im Vordergrund, so dass wir als Europäer nur einen Bruchteil der vielleicht für uns interessanteren Geschichte Indiens erfahren. Typisch für Bollywood sind auch in diesem Film, die eingebundenen Gesangs- und Tanzeinlagen, auch wenn diese eher dezent eingestreut sind. Empfehlenswert ist es sich den Film in Hindi anzusehen um den Klängen der Sprache zu lauschen, welche an die elbischen Sprache erinnert und aus wohl abgerundeten Klängen besteht.
Originaltitel: Jodhaa Akbar |
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