| Green Zone – Hollywoods Abrechnung mit der Iraklüge |
| Geschrieben von: Ronny Siegel |
| Mittwoch, den 10. August 2011 um 00:00 Uhr |
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Green Zone – Die Story des FilmsFür Officer Roy Miller, gespielt von Matt Damon, und sein Team, ist die Suche nach den vermeintlichen Massenvernichtungswaffen ein Desaster. Ort für Ort durchkämmen die GI`s und entdecken dabei nur Dreck und alte verrostete Geräte, die seit über zehn Jahren nicht mehr angerührt wurden. Dabei sind die Einsätze alles andere als ungefährlich, denn schließlich befindet man sich im Krieg. Im Krieg mit dem Irak, der über Massenvernichtungswaffen verfügt und plant diese einzusetzen, so zu mindestens bekommen es die US-Soldaten immer wieder zu hören. Für Roy Miller steht fest, die Waffen befinden sich irgendwo, aber die Aufklärung der US Army hat komplett versagt.
Der Beginn des Irakkriegs. Als er das Thema bei einer Besprechung zur Sprache bringt, wird er vom CIA-Agenten, Martin Brown, zur Seite genommen. Die CIA vermutet seit längerem bereits, dass hier irgend etwas stinkt. Man vermutet, es existieren überhaupt keine Waffen, kann dies aber noch nicht beweisen. Dafür fehlt ihnen noch der wichtigste Mann im Irak, der irakische General Mohammed Al-Rawi. Mohammed Al-Rawi kennt die Wahrheit, ist aber unauffindbar und somit einer der meistgesuchten Männer, neben Saddam Hussein. Am Tag darauf befindet sich Roy Miller und sein Team wieder auf einer sinnlosen Suche nach nicht vorhandenen Waffen, als er eine Information von einem Iraker erhält. Dieser berichtet, Mohammed Al-Rawi habe sich mit weiteren wichtigen Personen getroffen. Der Treffpunkt befände sich wenige hundert Meter von Roy Millers Gruppe entfernt. Roy Miller bricht die Suche nach den Waffen sofort ab und begibt sich mit seinem Team zu dem geheimen Treffpunkt. Damit beginnt die Jagd nach Mohammed Al-Rawi, die darüber entscheiden wird, ob die Wahrheit ans Licht kommt.
Einsatzbesprechung – Wo befinden sich die Massenvernichtungswaffen? Green Zone – ein erster Schritt zur Wiedergutmachung?Kriegsfilme über den Irakkrieg, die den sinnlosen Einsatz zeigten, gab es bereits ein paar Jahre nach Kriegsbeginn. Doch bisher vermisste man aus Hollywood einen Kriegsfilm, der sich auch politisch mit dem Thema beschäftigte. Mit „Green Zone“ ist endlich gelungen was längst überfällig war. „Green Zone“ rechnet schonungslos mit der Lüge ab, durch die die USA in den Irak einmarschierte. Typisch amerikanische Floskeln wurden bewusst in die Dialoge integriert, um anschließend deren Oberflächlichkeit zu offenbaren. Zum Beispiel als der irakische Dolmetscher, Roy Miller an den Kopf wirft, nur die irakische Bevölkerung hätte das Recht zu bestimmen, was in ihrem Land geschieht. Oder der Hinweis von Roy Miller auf den widerrechtlichen Einmarsch, wenn sich der Besitz der Massenvernichtungswaffen als Lüge erweisen sollte und was dies für Amerika bedeuten würde.
Grabaktion nach nicht vorhanden Geheimverstecken von Massenvernichtungswaffen Undenkbar wären solche offenen Worte zu Zeiten von George W. Bush gewesen, die nicht nur seine Person, sondern auch seine Helfer als Lügner enttarnen. Ein Krieg der aus völkerrechtlicher Sicht unbegründet begonnen wurde. Welche Folgen dies zukünftig noch für George W. Bush haben könnte, wird die Zukunft zeigen. Ein Kriegstribunal wäre sicherlich noch das kleinere Übel. Schlimmer dürfte die Klage der getöteten Zivilisten sein, die während des Krieges und in den darauffolgenden Jahren der Besatzung zu beklagen waren. Der Film „Green Zone“ ist ein erster Schritt, das Unrecht, welches von amerikanischer Seite der Bevölkerung des Iraks zugefügt wurde, aufzuarbeiten und den Weg für eine Wiedergutmachung zu bereiten.
Das Paradies in Bagdad – die Green Zone
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