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Wie schön ist's an der Seine - Filmkritik: Paris, Paris! - Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück
Geschrieben von: Jens   
Mittwoch, den 21. April 2010 um 17:20 Uhr
paris_paris_startMonsieur Pigoil (Gérard Jugnot) ist die gute Seele und das pulsierende Herz des  Cabarettheaters Chansonia. Mit seinem kunterbunten Programm aus Chanson, Slapstick und etwas nackter Haut, unterhält es das Publikum in einem Pariser Arbeiterbezirk. Wir schreiben das Jahr 1936. Die Zeiten sind hart und auch hier wird mit allen Mitteln gekämpft. Der örtliche Immobilienmogul Galapiat (Bernard-Pierre Donnadieu) treibt den Chef des Chansonia in den Selbstmord. Das Theater wird geschlossen und die Crew steht erst einmal komplett auf der Straße.



Zu allem Elend brennt Pigoil auch noch die Frau durch. Seinen Sohn nimmt Ihn der Staat weg und die Weinflasche wird zum besten Freund. Um seinen Leben wieder Sinn zu geben und der elendlichen wirtschaftlichen Situation zu entkommen, macht er sich zusammen mit dem „verkannten“ Simulationskünstler Jacky (Kad Merad) und dem für die Rechte der Arbeiterschaft kämpfenden Milou (Clovis Cornillac) auf, dass Cabaret wieder zu eröffnen. Ein sehr holpriger Weg, mit allerlei beruflichen und privaten Hindernissen liegt nun vor unseren Protagonisten.

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Paris, Paris! Ist ein typischer Parisfilm mit bewährter Akkordeonmusik und schönen Bildern aus der Stadt der Liebe. Der krude Charme des verfallenden Arbeiterbezirkes bietet spannende Blicke auf das Paris der 1930er Jahre. Viele Charaktere kommen zum Zuge. Die Handlung springt dabei oft zwischen den einzelnen Erzählsträngen hin und her. Pigoil ist Pragmatiker und sein Leben ist das Chansonia. Er versucht alles, um wieder in Kontakt mit seinem Sohn zu kommen und sein geliebtes Theater wieder erblühen zu lassen. Milou ist ein Rebell, der für eine bessere Welt kämpft und sie schon am Horizont heraufkommen sieht. Ungewollt verliebt er sich in die schöne Nora, auf die auch Galapiat ein Auge geworfen hat und glaubt das Exklusivrecht auf die talentierte Sängerin zu besitzen.

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Die tragischste Figur ist Jacky. Er glaubt ein verkannter Künstler zu sein und hofft immer noch auf den ganz großen Durchbruch. Bemerkt nicht, dass er oftmals einfach nur noch peinlich ist. Dabei lässt er sich sogar, völlig naiv und unwissend, von Galapiat zu einer geschmacklosen Aufführung für dessen französische Nazifreunde missbrauchen.



Paris,Paris! ist wie das Chansonia, über dessen Menschen es berichtet. Ein Sammelsurium aus allerlei Personen und deren Geschichten, Nöten und Freuden. Kein Charakter wird in den Vordergrund gestellt, dass Ensemble ist der Mittelpunkt.Wer Paris und französische Lebensart, gemischt mit einigen Chansons und etwas Cabaret mag, wird an dem Film seine Freude haben. Auf Tiefsinniges, komplexe  Charaktere und eine knackige Handlung muss man verzichten. In diesem Fall ist das in Ordnung.

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Originaltitel: Faubourg 36
Drama- Frankreich 2008
Darsteller: Gérard Jugnot, Clovis Cornillac, Kad Merad, Nora Arnezeder, Pierre Richard, Bernard-Pierre Donnadieu
Regie: Christophe Barratier

 
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