| Psychokrieger auf Friedensmission: „Männer die auf Ziegen starren“ |
| Geschrieben von: Jens |
| Samstag, den 27. März 2010 um 19:54 Uhr |
Es war einmal in Vietnam. Kaum ist Bill Django's (Jeff Bridges) Platoon den Huey's entsprungen, nimmt es eine einzelne Vietnamesin mit Ihrer AK47 unter Beschuss. Es will einfach nicht gelingen, die kühne Vietcong auszuschalten. Djangos Männer leeren zwar fleißig Ihre Magazine. Nur landen die Projektile der Truppe weit über dem Ziel in den Baumreihen. Weil seine Männer gar nicht treffen wollen. Wie sich später herausstellt, sind nur 15 Prozent aller Soldaten überhaupt bereit, einen Menschen anzuvisieren. In einer Nahtoderfahrung wird Bill klar: Neue Kämpfer braucht das Land.Mehrere Jahre verbringt Bill Django im Auftrag des Militärs in kalifornischen Hippiegemeinden. Dort holt er sich die nötige geistige Salbung, um eine völlig revolutionäre Art Soldat zu schaffen. Zurück in der Kaserne gründet er die „New Earth Army“. Eine Truppe von spirituellen Friedenssoldaten, die jeden Konflikt der Welt mit der Macht ihrer Gedanken gewinnen sollen. Der etwas einfältige Bob Wilton (Ewan McGegor) ist Reporter bei der kleinen Provinzgazette „Ann Arbor Daily Telegramm“. Sein Leben ist halbwegs fad. Eines Tages lernt er bei einem Interview einen Mann kennen, der behauptet übersinnliche Kräfte zu besitzen. Sie wären sogar von den Streitkräften über viele Jahre zu militärischen Zwecken eingesetzt wurden. Die Geschichte gerät fast in Vergessenheit. Als ihn seine Frau für den einarmigen Chefredakteur verlässt, beschließt Bob aus Frustration, in bester Manier des verzweifelten Mannes, als Reporter in den Irak zu gehen. Da er nicht als Embedded Reporter engagiert wird, sitzt er in Kuweit City fest. Dort lernt er Lyn Cassidy (George Cloney) kennen. Mit seiner Hilfe gelingt Ihm die Einreise in den Irak. Lyn behauptet Vertreter zu sein. Gibt sich dann jedoch rasch als Elitekämpfer der „New Earth Army“ auf geheimer Mission zu erkennen. Auf der gemeinsamen Fahrt durch die Wüste erfährt Bill immer mehr über die absonderliche Truppe und die Methoden der selbsternannten „Jedi-Soldaten“. Als zentrale Figur begleitet uns der leicht naive Bill durch den Film. Er kommentiert dabei das Geschehen aus dem Off. „Männer die auf Ziegen starren“ spielt sich auf zwei Handlungsebenen ab. Einmal nehmen wir an der abenteuerlichen Reise von Bill und Lyn durch den Irak teil. Mit all Ihren Widrigkeiten und absonderlichen Situationen. Die zweite Erzählebene spielt in der Vergangenheit und bringt uns die Geschichte der „New Earth Army“ näher. Der nur lauwarmen Begeisterung von Freunden und Presse kann ich überhaupt nicht zustimmen. Sicher liegt es daran, dass der Film allgemein als Komödie beworben wurde. Diese Erwartung erfüllt er mit Sicherheit nicht. Er ist eine Groteske voller verschrobener Situationen und durchgeknallter Charaktere. Genau daraus entwickelt sich ein unterschwelliger Humor, der nicht zu großen Brüllern, sondern zu feinstem Schmunzeln anregt. Die Geschichte ist einfach zu absurd um wahr zu sein: Kiffende Hippiekämpfer als neue Elitetruppe mitten in einer waffenstarrenden US Kaserne? George Cloney als Jedi Krieger. Der ganz offensichtlich sogar den abgefahrenen Unfug, den er ständig von sich gibt, glaubt,. Jeff Bridges als Hardcore Hippie in bester „Dude – The Big Lebowski“ Manier. Den bösen Burschen gibt Kevin Spacey als Larry Hopper. Der die friedlichen Soldaten lieber als richtige Männer mit einer ordentlichen Packung Härte und Kampfgeist sehen will. Das gut aufgelegte Staraufgebot in Kombination mit der abstrusen Story, haben mich auf das Allerbeste amüsiert. Volle Punktzahl. Originaltitel: The Men Who Stare at Goats Groteske – USA 2009 Darsteller: Ewan McGregor, George Clooney, Jeff Bridges, Kevin Spacey Regie: Grant Heslov Länge: 93 Minuten |
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Warum dieser Film so viele Kritiken erhielt, kann ich nicht verstehen. Eine schöne politische Satire zum Thema Krieg. Die Idee einer neuen Armee, die mit Blumen statt Waffen kämpft, ist einfach nur ein immer wieder schönes Thema. Was will man mehr, von einem Film der gedreht wurde, als der Großteil der Amerikaner noch an das Gute am Irakkrieg glaubte.