Wien zu Zeiten der österreichisch-ungarischen Monarchie um die Wende zum 20. Jahrhundert.Ein Magier mit augenscheinlich übernatürlichen Kräften, zieht die Stadt in Ihren Bann. Nicht nur das Volk ist begeistert. Die Kunde von seinen Wundern dringt bis in die obersten Etagen der Macht. Sein Name: Eisenheim.
In einem einfachen Theater betritt ein Mann die Bühne. Die nur von wild flackernden Feuer beleuchtete Szenerie, verbreitet eine düstere, fast Furcht einflößende Stimmung. Man glaubt Zeuge eines satanischen Rituals zu werden. Neben dem Meister dieser Aufführung manifestiert sich eine unerklärliche Wolke. Doch bevor die Darbietung Ihren Höhepunkt erreichen kann, schreitet die kaiserliche Polizei ein und beendet das Spektakel.
In der Vergangenheit. Eduard ist Sohn des Dorfschreiners. Der junge Mann begegnet auf einer Wanderung einem geheimnisvollen Mann. Nach diesem mysteriösen Treffen, verblüfft er seine Umwelt mit allerlei kleinen Zauberkunststückchen. Seine Fähigkeiten bleiben auch Sophie von Teschen, der Tochter des örtlichen Adels, nicht verborgen. Schnell erwärmt Sie Ihr Herz für den sensiblen Eduard. Ihre aufrichtige Zuneigung zueinander kennt keine Standesdünkel. Um den Fesseln Ihrer Geburt zu entkommen, beschließen beide aus dem gesellschaftlichen Korsett auszubrechen. Ihr Leben an einem fernen Ort gemeinsam zu verbringen. Der Obrigkeit bleibt die Verbindung nicht verborgen. Sie interveniert gewaltsam und beendet die junge Liebe abprupt. Eduard verlässt Österreich-Ungarn und bereist in den folgenden Jahren Russland, Asien und den Orient.
15 Jahre danach. Aus Eduard wurde inzwischen Eisenheim. Seine Zauberkunststücke füllen ganze Theater. Die Wiener Gesellschaft ist hellauf begeistert. Als sogar der Kronprinz eine seiner Vorstellungen besucht, kommt es zur Begegnung mit einer sehr alten Freundin… Die Liebe zueinander ist sofort wieder entflammt. Sophie ist zwischenzeitlich die Gespielin des Kronprinzen. Eine Heirat ist nicht ausgeschlossen. Unvermeidbar kommt es zum Konflikt zwischen Eisenheim und dem Prinz, zwischen Magie und Macht.
Fazit:
„Der Illusionist“ ist Liebesdrama und Thriller mit einer guten Portion Phantasie. Eduard Norton spielt Eisenheim als geheimnisvollen, selbstbewussten Mann der wenigen und klaren Worte. Stets hat man das Gefühl, dieser Eisenheim weiß genau was er tut. Aus Selbstsicherheit, oder weil er wirklich zaubern kann, wird nie enthüllt. Paul Giamatti gefällt als zeittypisch diensteifriger und doch nicht unmenschlicher Chefinspektor. Seine Zerrissenheit wem er Loyalität zollen soll, ist wundervoll gespielt. Rufus Sewell als arroganter und rücksichtsloser Kronprinz, kann ebenso überzeugen. Die Rolle der Sophie bietet weniger Raum zur Entfaltung. Die hübsche Jessica Biel als Sophie macht Ihre Sache gut, hat jedoch wenig Gelegenheit sich schauspielerisch wirklich zu profilieren.
Mich hat der Film von Anfang bis Ende in seinen Bann gezogen. Eine mysteriöse Geschichte mit vielen Rätseln, eine dramatische Liebe und knackige Charaktere. Treffliche Kulissen voll stimmungsvoller Atmosphäre. All das umgeben von einer Aura der Magie. Was will man mehr?

Das Publikum liebt Eisenheim

Der Inspektor bei der Observation

Der Kronprinz wird vor versammelten Adel düpiert

Eisenheim und Sophie können sich nur heimlich treffen
Originaltitel: The Illusionist
Drama: USA / Tschechien 2006
Darsteller: Edward Norton, Jessica Biel, Rufus Sewell, Paul Giamatti
Regie: Neil Burger
