| Filmkritik: Endstation Sehnsucht |
| Geschrieben von: Jens |
| Montag, den 15. Februar 2010 um 18:20 Uhr |
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In der kleinen Wohnung lebt Stella zusammen mit Ihrem Mann Stanley. Stella ist dem potenten und groben Stanley sexuell hörig. Ohne große Umschweife beginnt er das Leben von Blanche zu hinterfragen. Stellt Nachforschungen über sie an. Es stellt sich heraus, das Blanche in den vergangenen Jahren ein zügelloses Leben geführt hat, was Sie schlussendlich in Ihre missliche Lage brachte. Währenddessen versuchen Stanley wie auch Blanche, die passiv agierende Stella auf Ihre Seite zu ziehen Immer mehr zeigt sich, das Stella ein hochgradig neurotischer Mensch ist. Ihre Nerven liegen blank. Die Situation in der engen Wohnung erhöht die Spannung zwischen den unterschiedlichen Charakteren noch mehr. Der ungezügelte, grobschlächtige Stanley definiert sich über seine direkte männliche Art. Seine Zugehörigkeit zur einfachen arbeitenden Schicht. Die sensible Blanche, stets auf Ihr Äußeres und Etikette bedacht, flüchtet sich immer mehr in eine Scheinwelt. In Mitch, dem etwas unbeholfenen Freund von Stanley, sieht Blanche Ihre letzte Chance auf ein halbwegs normales Leben. Obwohl er nicht in Ihrer Liga spielt, bietet Sie all Ihren Charme auf, um Ihn für eine Heirat zu gewinnen. Mitch ist interessiert. Stanley meint seinen Freund vor der Ihm suspekten Blanche schützen zu müssen. Es gelingt Ihm die Heirat zu verhindern. Als Stan schließlich Blanche vergewaltigt, stürzt Sie endgültig in den Wahnsinn. Fazit: Vivien Leigh spielt hervorragend die zivilisierte und kokette Tochter aus ehemals besserem Hause. Die Verkörperung der Blanche, welche Stück für Stück mehr in den Wahn treibt, gelingt Ihr perfekt. Selbiges lässt sich über Marlon Brando sagen. Stanley ist direkt, vulgär und protzt mit seinem körperlichen Reizen. Zur Story. Offensichtlich wollte man den Konflikt zwischen den alten Südstaatenfamilien elitärer Prägung und der (neuen?) Klasse der Arbeiter thematisieren. Zu dieser Problematik fehlt mir völlig der Bezug. Dieser Aspekt des Films konnte mich somit in keiner Weise berühren. Ich wage zu unterstellen, dass es im deutschsprachigen Raum vielen Zuschauern so gehen wird. „Endstation Sehnsucht“ ist interessant für Fans von Marlon Brando und Vivien Leigh. Wer kammerspielartige Inszenierungen mit einem Schuss Freud'cher Psychologie mag, wird ebenso voll auf seine Kosten kommen. Ein kleines Schmankerl: „Karl -Die Straßen von San Francisco- Malden“ in jüngeren Jahren und einer völlig anderen Rolle zu sehen, ist amüsant ![]() Stanley macht Stella seine Abneigung gegen Blanche klar Mitch ist von Blanche durchaus angetan Blanche lebt immer mehr in einer Traumwelt Die Situation zwischen Stanley und Blanche eskaliert Originaltitel: A Streetcar Named Desire |
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