| Warum tötest du Zaid? |
| Geschrieben von: Ronny Siegel |
| Samstag, den 05. Dezember 2009 um 10:39 Uhr |
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Nur fünf Tage dauerte sein Kurztrip in den Irak. Für Jürgen Todenhöfer sind diese fünf Tage wie eine mehrmonatige Reise in ein Land, in dem man hin- und her gerissen wird zwischen unendlicher Freude und absoluter Todesangst. Er erlebt die permanente Lebensgefahr in der man sich im Irak befindet und die immer wiederkehrenden Adrenalinschübe, wenn amerikanische Helikopter ein Gebiet erkunden oder ein Armeekonvoi rücksichtslos auf den Straßen langbrettert. In diesen fünf Tagen trifft er alte Freunde und schließt neue Freundschaften. Er hört Geschichten, die fernab von denen liegen, die man in den einschlägigen Medien sieht. Er erfährt von Schicksalsschlägen, welche jeden Familienmenschen die Tränen in die Augen treiben würden. Und er lernt Menschen kennen, welche einen scheinbaren hoffnungslosen Kampf führen, aber die Hoffnung nicht aufgegeben haben. „Warum tötest du Zaid?“ ist kein Buch im eigentlichen Sinne sondern ein Augenzeugenbericht über den derzeitigen Zustand in dem sich der Irak befindet. Jürgen Todenhöfer beschreibt spannend was er sah und welche Gefühle er bei seinen Erlebnissen verspürte. Er gibt somit nicht nur ein Bild der derzeitigen Geschehnisse wieder, sondern nimmt den Leser mit auf seine eigene Reise in den Irak. Das Buch unterteilte Jürgen Todenhöfer in drei Teile. Der erste Teil des Buches beschäftigt sich mit seinen Erlebnissen im Irak und den Aussagen der Menschen, welche er vor Ort traf. Im zweiten Teil des Buches wird Jürgen Todenhöfer zum Visionär und teilt dem Leser mit, wie sich seiner Meinung nach unser Umgang mit der islamischen Welt verändern sollte. Im letzten Teil des Buches wirbt er für seine vorangegangenen Bücher, die sich bereits mit Menschen im Irak beschäftigten und gibt einen Überblick darüber, was aus diesen Menschen bis heute geworden ist. Um sich einen realistischeres Bild über die Menschen im Irak zu verschaffen, reicht es aus den ersten Teil des Buches zu lesen. Die beiden anderen Abschnitte bieten allerdings einen wertvollen Wissensüberblick eines Menschen, welcher sich seit Jahrzehnten mit der orientalischen Kultur beschäftigt. Für diejenigen welche gerne einmal über den Tellerrand blicken, ist dieses Buch jedoch Pflichtlektüre.
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